Bad Gastein

Dass ich Bad Gastein gewählt habe war einzig und alleine mein Bauchgefühl. Meine Ärztin schlug mir vier vor und ich wählte Bad Gastein. Ohne zu wissen was ihre Schwerpunkte sind und wo es eigentlich genau liegt…..Also klar war dass sie sich um den Stützapparat kümmern, aber mehr wusste ich nicht.

Dabei gibt es vieles zu wissen! Gleich in der Nähe von meiner Heilanstalt gibt es den „berühmten“ Heilstollen. Und das Geheimnis heisst Radon. Ein radioaktives Gas dass seit über 400 Jahren in Bad Gastein als Kurmittel verwendet wird. Also hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir das vielleicht nochmal überlegt, aber so badete ich halt drei Wochen in einem radioaktiven Gas und glaubte dass es hilft – also wird es helfen! In den Heilstollen kam ich nicht, denn dazu bin ich nicht krank genug. Nur die ganz schweren Fälle fahren täglich in den Heilstollen. Ehrlich gesagt hätte ich dort auch nicht hingewollt. Heiß und eng, könnte für meinen Kreislauf gefährlich werden. Ich schlief so schon nach jeder Radon Behandlung ein, egal wie spät es war….

Ich hatte aber mindestens vier Mal die Woche ein Behandlung im Radon-Wasser. Ich habe also sicher genug abbekommen! Meine Kuranstalt gibt es auch schon seit 400 Jahren und sie sind definitiv Profis! Dort läuft alles wie am Schnürchen.

Der Ort selbst ist leider sehr verfallen. Sehr viele alte Gemäuer die so viel Geschichte ausstrahlen, aber leider nicht gepflegt werden… Angeblich hat das Land Salzburg drei der Gebäude gekauft und will sie in den nächsten Jahren renovieren, was ich sehr gut finde! Im Ort selbst kann man die Geschichte atmen. Es hätte auch einiges an Führungen gegeben zur Geschichte des Ortes, aber die habe ich alle miteinander nicht geschafft. Ich bin lieber durch die Wälder gestreift!

Aber natürlich war ich auch im Ort selbst. Wobei das wirklich eine Überwindung war! Von der Kuranstalt ging es nämlich nur steil bergauf oder steil bergab. Beim ersten Anstieg in den Ort war ich gleich mehrmals ausser Atem und am schnaufen. Kein Wunder bergaufgehen ist nicht meine Kernkompetenz, ich war auf 1400 Kalorien und wir befanden uns auf 1.000 Höhenmeter! Für einen Flachländer wie mich eine echte Herausforderung!

Beim ersten Mal kam ich auch nur auf die Höhe Mozartplatz. Beim zweiten Mal fuhr ich dann mit dem Lift nach oben und ging das letzte Stück bis zum Bahnhof. Das hässlichste Bauwerk in Bad Gastein ist ganz sicher das Apcoa Parkdeck! Aber auch das nützlichste. Wenn man in den elften Stock ins Dachgeschoß fährt, kann man sich ein paar Höhenmeter ersparen zum Gehen! Ein einziges Mal bin ich ganz nach oben gegangen und danach noch ein wenig weiter….

An meinem letzten Tag drehte ich nochmal eine Runde und da ging der Anstieg schon ganz leicht. Kein Vergleich mehr zu meiner Anreise!

Was ich am tollsten fand am Ort war definitiv der Wasserfall der durch den Ort fließt! Und am schönsten zu betrachten war er auf jeden Fall vom Cafe/Bar Kraftwerk aus. Ein ehemaliges Wasserkraftwerk wird mittlerweile zweckentfremdet und ist ein „musst du gesehen haben“ Lokal in Bad Gastein.

Ein schöner Ort der leider zu wenig Pflege erfahren hat in den letzten Jahren. Als Kaiserin Elisabeth dort kurte war er sicher schöner….

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© Libellchen, 2019

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