Origin – Dan Brown

Nach einer langen Dan Brown Pause gönnte ich mir mal wieder eines seiner Werke. Nach Sakrileg und Illuminati brauchte ich ehrlich gesagt eine Pause. Zu heftig finde ich die ständige Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche.

Das ständige hin und her zwischen Glaube und Wissenschaft oder besser gesagt der Versuch beides zu vereinen ist für mich starker Tobak. Dazu die kulturellen Anteile von Bauwerken die ich noch nie gesehen habe, machen den Lesestoff nicht unbedingt leichter. Wobei ich ihn sehr gerne lese und die Bücher auch weit besser fand als die Filme, aber alles mit Maß und Ziel.

Jetzt war es mal wieder Zeit für Dan Brown. Und genauso wie Marc Elsberg setzt er sich mit einem Zukunftsthema auseinander. Dem Vormarsch der Technik. Auf Kosten des Glaubens? Naja, nicht bei mir. Ich glaube sowieso nicht an den alten Mann mit Rauschbart. Der technische Fortschritt erschüttert also sicher nicht meinen Glauben. Auch nichts in dem Buch hat mich irgendwie erschüttert. Gläubige könnten das aber anders sehen. Wobei die Hauptperson Robert Langdon ja beides verbindet. Er glaubt an die Wissenschaft und auch an Gott.

Das Buch war natürlich mega spannend geschrieben. Im Zentrum die katholische Kirche, das spanische Königshaus, ein Milliardär und die palmarianisch-katholische Kirche. Was ich von Dan Brown immer wieder lerne sind die unterschiedlichen Zweige der katholischen Kirche….Bei Sakrileg „Opus Dei“ kennengelernt, sind es bei Origin die „Palmarianer“!

Witzig fand ich auch. Papa und Zweitmami waren in Barcelona in Urlaub und Papa erzählte von der Sagrada Familia und dann spiele lange Phasen des Buches in Barcelona und in der Sagrada Familia…..

Aber zurück zum Buch. „Woher kommen wir?“ „Wohin gehen wir?“ Das sind die Fragen die Edmond Krisch – Miliardär und Zukunftsforscher – enthüllen will. Leider wird er zuvor ermordert. Also ist es an Robert Langdon, der Verlobten des zukünftigen Königs (Ambra Vidal) und der künstlichen Intelligenz Winston die Erkenntnisse zu enthüllen! Zuvor muss aber noch ein Code geknackt werden. Natürlich sind sie dabei auf der Flucht. Nicht jeder will nämlich dass die Erkenntnisse enthüllt werden.

Wer ist der Regent? Wer will die Enthüllung verhindern? Wer hat Edmonds Kirsch Ermordung in Auftrag gegeben? Was ist mit dem dubiosen Bischof Valdespino? Was mit dem Königshaus? Der alte König? Der neue König? Wer steckt dahinter?

Fragen über Fragen. Bis zum Schluss werden alle enthüllt. Die „Enthüllung“ hat mich persönlich weder erschreckt (woher kommen wir), noch überrascht (wohin gehen wir). Wer der Regent ist ahnte ich aber erst kurz vor der Enthüllung. Das hat er wirklich gut gemacht finde ich!

Ich habe jetzt zwar keine Angst vor der Zukunft, das „wo gehen wir hin“ hat mich auch nicht gerade überrascht. Zum Denken hat das Buch aber schon angeregt. Ich denke nicht dass sich an dem „wohin“ noch viel ändern wird, aber ob es so gut ist, möchte ich ehrlich gesagt bezweifeln…..

Ich kann das Buch auf jeden Fall sehr empfehlen!

© Libellchen, 2019

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