Marc Elsberg – Helix

Endlich mal wieder ein Buchende welches einem die Nackenhaare aufstellt! Vor allem weil es realistisch erscheint…. Also wenn der Inhalt des Buches so oder so ähnlich kommt, ist der Schluss sehr realistisch!

Worum geht´s? Marc Elsberg kenne ich ja jetzt schon ein wenig und für mich ist er immer mehr der „neue“ Georg Orwell. Er nimmt Fakten die bereits Realität sind, nimmt Forschungen im Anfangsstadium, vermischt das ganze, gibt noch eine Prise „Überspitzung“ dazu und kreiert somit spannenden, aber auch gruseligen Lesestoff.

In Helix geht es um Genmanipulation. Bei Mais, Baumwolle, Ziegen und Menschen. Die Crisp-Schere kommt im Buch genauso zum Einsatz wie ein maßgeschneidertes Killervirus. Und auch genmanipulierte Wunschbabies.

Stell dir vor du könntest deinem Kind einen Vorsprung geben. Dass es schneller, intelligenter, stärker und besser ist, als der Rest. Würdest du es tun? Die moralische Frage kommt nicht zu kurz in dem Buch. Die Fragen die sich stellen und die dadurch entstehenden Konsequenzen. Was wenn dein Kind besser ist als alle anderen. Dann ist es auch ein Aussenseiter. Ist das gut für ein Kind? Wäre ein Kind nicht viel lieber ein Kind?

Dann gibt es jemand der in hungergeplagten Gegenden genmanipulierten Mais, kostenlos zur Verfügung stellt. Gut für die einheimische Bevölkerung, schlecht für die großen Nahrungsmittelkonzerne. Die natürlich auch herausfinden wollen, was da vor sich geht.

Das Killervirus ruft wiederum die Behörden auf den Plan und führt sie schließlich nach „New Garden“. Dort werden die Geniekinder „gezüchtet“. Also es werden die Gene vor der künstlichen Befruchtung wie gewünscht manipuliert und dann werden die Eizellen der Mutter eingesetzt. Ab da läuft dann alles normal, oder auch nicht. Kann man mit modernen Kindern – so der Ausdruck im Buch – überhaupt ein normales Leben führen? Wie ist das überhaupt wenn einem die eigenen Kinder dann schon recht früh über den Kopf wachsen?

Und dann sind da noch Eugene und Jill. Die Prototypen ihrer Art. Die ersten modernen Kinder. Super intelligent und doch auch schon wieder überholt. Gerade mal 10 Jahre alt, kreieren sie selbst die nächste Generation, wo sie selbst nicht viel moderner wirken als ihre normalen Eltern.

Wie gesagt, echt gruselig. Vor allem weil er natürlich mit Begriffen arbeitet die man in Fachzeitschriften schon seit Jahren lesen kann. Er liefert sogar eine Erklärung warum man den Menschen besser nicht sagt wie weit die Wissenschaft mittlerweile wirklich schon ist.

Nichts an dem Buch wirkt wie Science Fiction und doch ist es -hoffentlich- Zukunftsmusik.

Sehr zu empfehlen!!!!

© Libellchen, 2019

 

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