Energieschub

Am Samstag war mein zweiter ehrenamtlicher Einsatz. Ich war nicht mehr ganz so nervös wie beim ersten Mal, aber Routine ist das ganze auch noch nicht. Das Team war diesmal ein wenig anders als beim letzten Mal und ich hatte eine neue Aufgabe. Beim letzten Mal war ich bei der Registrierung, diesmal bei der Ausgabe. Die Ausgabe ist auf jeden Fall die dankbarere Aufgabe!

Aber fangen wir mal mit dem aufraffen an. Ich war schon die ganze Woche ur müde. Ging fast immer vor 22 Uhr schlafen, weil ich kaum die Augen offen halten konnte. Eine Krankheit lag nicht ganz ausserhalb der Möglichkeiten. Auch am Freitag lag ich bereits vor 22 Uhr im Bett und schlief acht Stunden durch. Doch auch eine andere Möglichkeit gab es für meine Schlappheit. Ich hatte die Pille umgestellt und sollte jetzt eigentlich keine Periode mehr haben. Dass ist aber meinem Körper egal… Am Freitag hatte ich den ganzen Tag Bauchkrämpfe und auch Blutungen, obwohl ich die nicht mehr haben sollte. Nach der Umstellung lag das allerdings im Bereich des möglichen. Der Blutverlust könnte natürlich auch Schuld an meiner Schlappheit sein! Was ich an dieser Stelle positiv erwähnen sollte, seit der Umstellung der Pille hatte ich keine Migräne mehr! Juhu!!!!

Den Samstagvormittag verbrachte ich dann auf der Couch, bzw. mit Lesestoff in der heissen Badewanne. Am Nachmittag musste ich mich dann aufraffen. Die ehrenamtliche „Pflicht“ rief. Und diesmal war das Team ein anderes… Nur eine Kollegin und die Chefin waren dieselben. Ich würde also wieder neue Mädels kennenlernen. Doch auch die waren voll okay! Eine mag ich zwar mehr als die andere. Aber es sind beide toll. Ein paar neue Kunden haben wir auch und ich hatte diesmal auch mehr Kundenkontakt.

Und der Kundenkontakt ist echt toll! Da merkt man erst wie sinnvoll das alles ist. Eine Pensionistin die sich überschwänglich bei uns bedankt hat und zwei junge Männer mit Migrationshintergrund, die nur die Hälfte nehmen wollten, da sie nicht zu viel nehmen wollten. Als die zwei Jungs fertig waren, fragte der eine nach unseren Namen und bedankte sich dann ganz persönlich bei uns.

Ich kann das nicht wirklich beschreiben, aber diese Dankbarkeit gibt unendlich viel Energie! Ich „opfere“ meine Freizeit und diejenigen die dort hinkommen brauchen das wirklich! Denen kann damit wirklich geholfen werden. Das bin ich von meinem Hauptjob einfach nicht gewohnt. Dort mache ich meine Arbeit und bekomme Geld. Ob meine Arbeit aber jemand hilft, sei mal dahingestellt.

Ich merke auch wie jedes Lächeln von uns den Leuten die Scheu nimmt. Wir versuchen ihnen das Umfeld angenehm zu machen und helfen wo es nur geht. Und dafür sind sie dankbar. Und die anderen Teammitglieder sind auch toll. Ich fühle mich auch im Team extrem wohl. Und so sind meine Samstagnachmittage zwar sehr aktiv, aber trotzdem komme ich nach Hause und bin voller Energie. Gehe ich unter der Woche vor 22 Uhr ins Bett, bin ich am Samstagabend voller Energie und bis Sonntag munter!

Nächste Woche lasse ich aus, da schon alle Slots vergeben waren, keine Ahnung was ich da mit mir anfangen werde… Wahrscheinlich zeitig schlafen gehen!

Ich bin echt sehr dankbar dass mich das Schicksal zu dieser Aufgabe und diesem Team geführt hat!

© Libellchen, 2019

 

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