Prüfungstag

Am Dienstag war mein Prüfungstag. Ganz ehrlich, bin ich froh dass das vorbei ist!!!!!

Der Tag begann mit „Hmmm. Heute habe ich gar nichts besonderes vor!“ Der zweite Gedanke war dann „Sch….. Zertifizierung!!!!!“ Und der dritte Gedanke „Mist, ich spüre alle meine Muskeln vom Training!“ Da ich meinen Wecker nicht umgestellt hatte, konnte ich mir eine Stunde Zeit mit dem Aufstehen lassen – was ich absichtlich so gemacht hatte. Nach der Stunde konnte ich noch in Ruhe frühstücken und mit dem Kaffee kamen die Lebensgeister zurück.

Ich kam pünktlich aus dem Haus und konnte erstmal im Auto warten, da gerade als ich losfahren wollte, die Müllabfuhr zurückschob. Als sie von dem hinteren Müllplatz zum vorderen vor fuhren, dachte ich wie üblich rechts zu überholen, leider parkte dort illegalerweise jemand….

Toll. Prüfungstag, ich sowieso unter Strom und dann komme ich gleich gar nicht aus der Siedlung raus….Dann noch ein paar LKW´s und einfach viel mehr Verkehr als zu meiner üblichen Zeit wo ich unterwegs bin. Wenigstens war im Park and Ride ein Parkplatz frei. Bei der U-Bahn lief alles einwandfrei, dafür hatte ich wieder Probleme den Ort des Geschehens zu finden…. Beim Aussteigen aus der U-Bahn zückte ich Google-Maps und konnte mich aber nicht orientieren. Der Schottenring war vor mir, hinter mir, neben mir… Jede Tafel sagte mir dasselbe. Ich stieg um 8 Uhr 30 aus der U-Bahn aus, mein Handy sagte ich brauche fünf Minuten. Um 8 Uhr 50 war ich bei der Zertifizierungsstelle. Durchgeschwitzt und aufgelöst! Um 9 Uhr begann die Prüfung. Ich ging sicherheitshalber nochmal auf die Toilette. Eine nervöse Blase ist ganz normal an so einem Tag!

Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und jede begann mit einem anderen Teil. Ich begann mit der Computerprüfung. Vor der hatte ich fast die meisten Bammel. Vor allem weil ich in der Früh beim Kaffee draufgekommen bin, was ich vergessen hatte zu lernen…. Einen Großteil der Computerprüfung… Der Vorteil war Single Choice. Die wahrscheinlich einzig richtige Antwort zu finden sollte machbar sein…. Zumindest sagte ich mir das vor…

Der Großteil war wirklich mit Hausverstand und grundlegenden Kenntnissen zu beantworten, doch bei ein paar Fragen musste ich raten, da ich keine Ahnung hatte! Wenn bei so einer Frage in irgendeiner Form der Projektleiter vorkam, habe ich ihn übrigens angekreuzt. So viel wusste ich vom lernen. Projektleiter können alles, wissen alles und sind für alles verantwortlich! Die Zeit war mit 90 Minuten für 120 Fragen recht großzügig bemessen. So konnte ich alle Fragen nochmal durchgehen. Wobei es eh egal war. Die, die ich wusste waren auch beim zweiten Durchgang klar. Die, wo ich geraten hatte, waren mir auch beim zweiten Durchgang nicht klarer….

Nach einer kurzen Pause ging es dann zum Fallbeispiel. Damit hatte mich schon mein Chef im Vorfeld beübt. Und je öfter ich geübt hatte, desto unsicherer war ich geworden. Gott sei Dank gab es bei der Prüfung eine Überraschung – es kam etwas womit ich nicht gerechnet hatte und was ich nicht geübt hatte. Was mich natürlich verunsicherte. Was aber auch den Fokus auf sich zog. Die Methoden die ich konnte, gingen mir dafür schneller von der Hand als bei den Übungen. Für die nicht geübte Methode musste ich dann mein Langzeitgedächtnis anwerfen. Ich hatte ja alles heuer im Frühjahr gelernt. Das Wissen war ja irgendwo in meinem Kopf. Das Wiederfinden ist halt immer so eine Sache. Wobei da natürlich schon das Adrenalin hilft…..

Alles in allem sollte es reichen. Also der Computer-Test ist auf jeden Fall positiv. Das haben wir gleich vor Ort erfahren. Und auch die geratenen Fragen dürften gut geraten worden sein, da ich von den 28 Kompetenzen, 28 positiv habe….

Der Klassiker. Nervös bis zur Panik im Vorfeld. Schweißausbrüche und unterdrückte Panikattacken vor Beginn und dann tolle Leistung…. Hoffe das Übungsbeispiel ist auch positiv… In spätestens vier Wochen wissen wir Bescheid! Vielleicht auch noch vor Weihnachten…

Tja und danach? Nach der Prüfung war ich erstmal durch. Ich hatte Rückenschmerzen – ich habe mich mal wieder so verkrampft, dass ich fast nicht aufstehen konnte -, Kopfschmerzen, Hunger und war total planlos. Ich trotte Richtung U-Bahn, schrieb denjenigen die mir Daumen gedrückt hatten eine Nachricht retour und fuhr gemütlich zu meinem Auto. Danach noch einkaufen, Mittagessen und dann ab auf die Couch.

Es dauerte aber ein wenig bis es mir besser ging und der Stress abgebaut wurde. Ich stand noch Stunden nach der Prüfung unter Strom. Und bis es in meinem Kopf ankam dass ich es nun endlich geschafft hatte und jetzt auch für mich die Adventzeit beginnen konnte, dauerte es sogar ein paar Tage! Dafür war die Freude danach umso größer!

© Libellchen, 2018

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