Fete am Wochenende

Man war ich schon lange nicht am Wochenende fort! Habe ich vor allem danach gemerkt… Ich war irgendwie total konfus. Doch das hatte mehrere Gründe…

Am Wochenende feierte meine Mutter ihren Geburtstag nach. Dafür gewandete ich mich als Burgfräulein, standesgemäß für das Ritteressen auf dem Schloss!

Am Tag vor der Feier war ich trainieren – neuer muskelkaterbildender Plan – am Tag der Feier hatte ich frei. Ich konnte ausschlafen und fuhr am Nachmittag gemütlich los. Die Geschenke brachte ich gleich zum Veranstaltungsort und dann bezog ich mein Zimmer. Dabei wurde es irgendwie stressig. Auf mich wurde schon gewartet. Hätte ich das gewusst, wäre ich früher losgefahren. Aber egal.

Im Endeffekt funktionierte alles und wir fuhren gemeinsam zum Schloss. Und wir hatten einen Chaffeur, ich konnte mich also betrinken – theoretisch. Ich habe es versucht, echt. Aber das Bier war weder stark, noch schmeckte es mir gut genug um mich damit zu betrinken. Im Gegenteil. Ich bekam davon nur Durst und holte mir einen Liter Wasser.

Rauschig war ich also nicht. Dafür war mir wie erwartet eher kalt. Wobei es nicht so schlimm war, da ich damit gerechnet hatte und ein paar Schichten angezogen hatte. Die Bänke waren aber sehr hart, was meinem Hintern nicht allzu gut gefiel. Das Essen war gut, für meinen Geschmack aber zu fleischhaltig. Ich esse schon Fleisch, aber halt nicht nur. Zum satt werden reichte es aber allemal.

Neben mir saßen zwei die ich gar nicht kannte und mir gegenüber saß eine Freundin meiner Mutter, die ich schon ewig kenne, die aber mindestens genauso ein ruhiger Typ ist wie ich. Ich meine, ich kann schon auch ganz unterhaltsam sein, aber nur wenn ich einen guten Tag haben. So richtig gut, ging es mir am Wochenende nicht. Ich war schon die ganze Woche angeschlagen und so war ich wahrscheinlich nicht die beste Unterhaltung für mein Umfeld.

Kurz nach Mitternacht ging es retour in die Pension. Dort stellte ich fest, dass die Heizung immer noch eiskalt war, obwohl ich sie vor meinem Aufbruch aufgedreht hatte. In dem Moment wurde mir klar, wofür der Heizkörper gedacht war. Der kleine, putzige Heizkörper! Ich wählte die Bettseite mit dem Heizkörper, rollte mich zur Embryostellung zusammen und versteckte mich unter der Bettdecke, auf der extrem weichen Matratze. Eigentlich hätte es mich nicht gewundert, wenn ich nichts geschlafen hätte – Ich tue mir in fremden Betten immer schwer und auf weichen Matratzen in kalten Zimmern nochmal mehr – doch ein wenig Schlaf fand mich doch.

Das Frühstück war in Ordnung. Blöderweise gab es das Frühstück im Schankbereich. Als ich unten ankam war noch nichts los, doch nach kurzer Zeit kam der erste Gast. Am Samstagmorgen 9 Uhr holte er sich seinen Spritzer. Er sollte nicht allein bleiben. Und natürlich wurde dort auch geraucht…. Also richtig wohl habe ich mich dort nicht gefühlt….

Als die Gäste und der Rauch immer mehr wurden begannen dann meine Augen zu tränen. Das war dann der Moment wo ich wirklich nur mehr nach Hause wollte und auch aufbrach.

Also für mich sind solche Events wirklich nichts, aber meine Mutter hat sich gefreut und so habe ich es auch gerne gemacht.

Am Samstag war ich dann extrem faul den Rest des Tages und am Sonntag ging es mir dann richtig schlecht. Zum einen der erwartete Muskelkater und zum anderen bekam ich meine Regel – Bauchkrämpfe und Kopfschmerzen inklusive. Da weiß man dann gar nicht mehr was einen mehr nervt….

© Libellchen, 2018

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