Alte Bücher

Seit ich beschlossen habe meinen Bücherbestand zu reduzieren, hat er sich vervielfacht. Von allen Seiten bekomme ich jetzt Bücher überreicht. Und ich bin ja nicht so, ich lese ja überall mal rein. Nicht alles lese ich bis zum Ende, doch die meisten Bücher haben irgendetwas interessantes….

Meine letzten zwei Bücher waren

„Spy Catcher – Enthüllungen aus dem Secret Service“ von Peter Wright und Paul Greengrass aus dem Jahr 1988 und

„Volle Deckung Mr. Bush“ von Michael Moore aus dem Jahr 2003

Beide Geschichten sind eigentlich schon überholt, die Bücher trotzdem lesenswert! Beim ersten bin ich zwar hin und wieder ausgestiegen bei den technischen Erklärungen der Abhörtechniken, aber die Jagd nach den MI5 internen Spionen hat mich trotzdem gefesselt.

Beide Bücher haben eines gemeinsam. Sie sind aus dem Leben gegriffen. Bei beiden geht es um echte Gegebenheiten. Und bei beiden ist das Macht das große Thema! Diejenigen die sie haben und diejenigen die sie bekämpfen. Egal ob es um die Geschehnisse des MI5 in den 50er, 60er und 70er Jahre des vorigen Jahrtausend geht oder um die Geschehnisse der amerikanischen Präsidentschaft nach 9/11, im Grunde genommen ist es immer dasselbe. Man könnte auch einfach die Tageszeitung lesen….

Man stellt sich halt schon immer öfter die Frage ob die Menschheit eigentlich niemals aus der Vergangenheit lernt….Es geht immer nur Macht bekommen und Macht erhalten. Dabei ist mir dies absolut zuwider. Ich mag weder Macht haben, noch mit Menschen reden, die sich für mächtig halten. Wozu soll Macht eigentlich gut sein?

Was brauchen wir Menschen für ein gutes Leben? Gesundheit, Liebe, soziale Kontakte, Nahrung, Kleidung, ein Dach über dem Kopf. Das würde eigentlich reichen, oder? Wofür also braucht man Macht? Die braucht man doch nur wenn man sich selbst schlecht fühlt, oder? Wer strebt nach Macht? Menschen die Angst haben, oder? Wenn sie mächtig wären, bräuchten sie sich nicht mehr fürchten. Oder jene, die Macht wollen, weil sie erfolgreich sein wollen. Viel Geld verdienen wollen. Doch wofür braucht man viel Geld? Braucht man das neueste, teuerste Auto für ein glückliches Leben? Und wenn ja, warum braucht man das?

Für ein glückliches Leben braucht man keine Konsumgüter. Glück kommt nicht mit Geld, Glück kommt von innen. Mit der richtigen Einstellung. Mit einem sinnerfülltem Leben. Mit dem richtigen sozialen Umfeld. Ich hatte schon mal mehr Geld – und wenn man so will – Macht. Ich war damals aber sicher nicht glücklicher als heute. Ich hatte auch schon mal weit weniger Geld und hatte auch damals ein gutes Leben und viel Spaß.

Wozu also das ständige Streben nach Macht der Menschen? Was soll das? Wieso will jeder nur mehr Häuptling sein und keiner mehr Indianer?

Ganz schlimm finde ich es immer wenn sinnvolle Dinge nicht umgesetzt werden, weil sie aus reinen Machtinteressen abgeschmettert werden. Und das gibt und gab es leider schon immer und überall.

Ich glaube ich lese besser wieder einen Fantasyroman zur Abwechslung….

© Libellchen, 2018

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