Arztwoche

Am Donnerstag war ich nach der Arbeit bei der Hausärztin. Ich hatte es schon länger vor, doch immer wieder verschoben. Doch diesen Donnerstag schaffte ich es dann doch.

Nach einer Stunde warten kam ich dran. In der Stunde überlegte ich, was ich sagen sollte. Ich hatte ein Ersuchen wo ich nicht wusste, wie sie reagieren würde. Ich überlege schon seit dem Sommer ob ich vielleicht auf Kur fahren sollte. Bis zu meinem 40. Lebensjahr habe ich mich strickt geweigert. Doch mittlerweile fühle ich mich alt genug dafür. Als ich im Sommer sechs Wochen nicht im Fitnessstudio war, meldete sich auch meine Skoliose schmerzhaft zurück.

Als ich nach der Stunde dann vor ihr saß und begann „Ich würde gerne über eine Kur wegen meiner Skoliso reden“ griff sie in die Lade und füllte den Antrag total unproblematisch aus. Ich musste nur mehr den Rest ergänzen und den Antrag an meine Krankenkasse senden. Die können den natürlich auch ablehnen, aber die erste Hürde hätte ich auf jeden Fall mal geschafft.

Der zweite Arztbesuch war dafür gar nicht geplant und warf auch meinen Zeitplan am Freitag über den Haufen.

Ich fühle mich schon seit zwei Wochen nicht wirklich wohl. Irgendwas brüte ich aus… Deswegen trinke ich auch schon seit zwei Wochen täglich meinen Salbeitee. Am Mittwochabend kamen dann Kopfschmerzen dazu. Ich nahm eine Tablette und legte mich um acht Uhr schlafen. Nach zehn Stunden Schlaf hatte ich am Donnerstagmorgen immer noch Kopfschmerzen, warf noch eine Tablette ein und fuhr arbeiten. Im Laufe des Vormittages gingen dann die Schmerzen weg. Nachmittag bei der Hausärztin ging es mir dann wieder gut, am Abend hatte ich dann noch einen Termin und als ich nach Hause kam und meine Kontaktlinsen herausnahm taten mir dann die Augen weg. Ich tropfte die Augen ein – immer wenn ich keine Beziehung habe wo ich ständig am heulen bin, sind meine Augen oftmals eher trocken….Ich dachte mir nichts weiter und ging schlafen.

In der Früh juckte das Auge und als ich versuchte die Kontaktlinse einzusetzen, war das extrem schmerzhaft. Weshalb ich mit der Brille ins Büro fuhr. Ehrlich gesagt dachte ich da noch dass es schon besser werden würde. Wurde es aber nicht. Beim oberen Lid am linken Auge konnte ich innen auch zwei Erhebungen sehen. Wie kleine Pickel sahen die aus. Und bei jedem Mal zwinkern spürte ich sie auf dem Auge. Rot war es unter dem Lid auch. Also rief ich bei meinem Augenarzt an. Der wollte mich aber nicht einschieben. Allerdings wurde ich zu einer anderen Augenärztin verwiesen, die weit näher bei mir zu Hause ist. Sie wird übrigens meine neue Augenärztin!

Als ich dort anrief wurde ich total nett informiert dass mein Augenarzt mich hätte annehmen müssen, dass ich aber auch gerne zu ihnen kommen könne. Ich solle nur vor 15 Uhr dort sein. Da ich sowieso Schmerzen hatte und das so schnell wie möglich anschauen lassen wollte, machte ich meine Arbeit fertig, sprach mit meinem Chef und fuhr bereits gegen Mittag zu der Ärztin. Und nein, ich hatte keinen Fremdkörper im Auge. Ich hatte eine allergische Reaktion auf die Kontaktlinsen und zusätzlich bereits eine leichte Bindehautentzündung. Die ist wenigstens nicht ansteckend, da sie nicht von einem Virus oder einem Bakterium kommt. Ich habe jetzt zwei Augentropfen. Einmal gegen die Allergie und einmal so was wie Antibotika für die Augen. Sieben Mal am Tag darf ich jetzt eine Woche tropfen und danach nur noch vier Mal täglich.

In zwei Wochen habe ich dann wieder Kontrolle bei ihr und bis dahin werden mich viele Menschen mit der Brille nicht gleich erkennen….Ein Perspektivenwechsel der anderen Art. Mit der Brille bin ich extrem vorsichtig was ich wie tue, da ich es nicht gewohnt bin sie ausserhalb meiner Wohnung zu tragen. Bin schon gespannt wie ich damit trainieren werde….

Angenehm war es als ich die erste Runde Tropfen hinter mir hatte und der Schmerz im Auge nachlies – zumindest vorübergehend.

© Libellchen, 2018

3 Kommentare zu “Arztwoche

  1. Ich habe 2016 eine Reha gemacht – „Kur“ darf das bei uns nicht mehr heißen. Ich kann es nur empfehlen. Mir war gar nicht klar, wie gestresst ich durch meine Rückenschmerzen war, bis ich dort zur Ruhe kam!

    • Danke für die Info! Bei uns ist es nur eine Reha nach einer Operation oder einem medizinischen Notfall. Die Reha wird von den behandelnden Ärzten vorgegeben und wird glaube ich nicht in Frage gestellt. Eine Kur ist genehmigungspflichtig von der Krankenkasse. Die können das übrigens kommentarlos ablehnen…. Schau ma mal. Weggeschickt habe ich es schon!

      • Ja, das ist dasselbe. Die sogenannten präventiven Rehas sind allerdings Sache der Rentenversicherung zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit. Das andere ist eine Heilanschlussbehandlung. Amtsdeutsch FTW! Es gibt auch noch Kuren, aber ich glaube, nur für Privatpatienten! Die Rehas können abgelehnt werden, aber bei uns sind sie zur Zeit sehr wohlwollend bei Leuten so zwischen 40 und 50. Also die, die noch 20 bis 30 Jahre arbeiten müssen.

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