Angstfrei

Kurz vor meinem Urlaub schob ich ein wenig Panik. Nur ein ganz klein wenig, aber doch.

Ende August endet mal wieder die Frist für meine Abstellung bei der neuen Dienststelle und meine alte Dienststelle hat mich ja ein wenig genervt von wegen „so kann es nicht weitergehen“. Das blieb natürlich nicht ohne Spuren bei mir. Ich neige ja dazu jeden Druck von aussen aufzunehmen und verstärkt auszuleben. Ein alt bekanntes Thema. Mittlerweile habe ich zwar auch gelernt den Druck wieder loszuwerden – konnte ich früher gar nicht – aber erstmal trifft er mich trotzdem.

Es ist derzeit ein Arbeitsplatz in der selben Gruppe ausgeschrieben und ich habe ernsthaft darüber nachgedacht mich dort zu bewerben. Nicht weil ich den Job unbedingt will, sondern weil ich etwas tun wollte um nicht mehr so in der Luft zu hängen. Es wäre eine angstgetriebene Bewerbung geworden.

Nach drei Wochen Sonne, denke ich jetzt nicht mehr darüber nach. Ich werde mich nicht irgendwo bewerben, nur weil meine alte Dienststelle versucht mir Druck zu machen. Was kann mir den schlimmstenfalls passieren? Ich muss zurück. Und weiter? Wenn ich wirklich zurück muss, dann gehe ich halt zurück. Was könnte mir dort schlimmstenfalls passieren? Ich muss zurück in meinen alten Job, zu meinen alten Mitarbeitern als Stellvertreterin von einem meiner zwei persönlichen „Lieblingen“. Und? Das ist nur dann für mich schlimm, wenn ich es zulasse. Aber niemand zwingt mich dazu, es ernst zu nehmen. Niemand zwingt mich dazu mein Bestes zu geben für die Dienststelle. Niemand kann mich davon abhalten bei jeder Blähung zum Arzt zu laufen oder in Krankenstand zu gehen. Niemand kann von mir verlangen nicht zu einer zweiten Margit zu mutieren.

Nicht falsch verstehen, es gibt schönere Jobs. Ein schöneres Betriebsklima als ich dort hätte. Aber ich bin mir nicht sicher ob es nicht für die anderen schlimmer wäre wie für mich… Ich würde nicht als die zurück kommen, als die ich gegangen bin. Ich habe mich verändert. Meine Sicht auf die Dienststelle und die handelnden Darsteller hat sich verändert.

Was ich damit sagen will. Ich habe keine Angst mehr vor dem zurück müssen. Ich nehme es wie es kommt. Ich habe keine Ahnung wie es weitergeht, aber es ist mir gerade auch egal. Ich nehme es einfach wie es kommt.

© Libellchen, 2018

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