Neue Woche, neue Ausbildung

Schön langsam reicht es mir dann mal. Das erste Halbjahr heuer war ja schon sehr geprägt von Ausbildung. Und die zwei längsten waren fachspezifisch. Also sehr konzentriert aufpassen und mitdenken. Die zwei Tage jetzt sind da sehr viel harmloser, wenn auch nicht ohne Überraschungen.

Das Thema ist Abgrenzung. Nicht dass ich das nicht schon könnte… Ich kann zwar mittlerweile sehr gut „Nein“ sagen, doch was danach kommt ist das Problem. Mein Bauch ist immer sehr konkret wenn er etwas nicht will und mittlerweile sage ich dann auch ganz klar nein dazu. Doch wenn die Entscheidung gefallen ist, dann schaltet sich der Kopf ein. „Was wird das jetzt wieder für Konsequenzen haben?“ „Wie lange werden sie mir das wieder vorwerfen?“ „Hinter meinem Rücken reden?“ „Was wenn ich nicht versetzt werde weil ich meine Grenzen verteidige und mir nicht alles gefallen lasse?“

Fragen über Fragen und natürlich keine Antworten. Ich bin überzeugt davon dass es gut für mich ist, dass ich mich mitterweile abgrenzen kann. Ich glaube dass es sehr wichtig ist für meinen Energiehaushalt und mein Wohlbefinden. Aber natürlich wäre es meinem beruflichen Umfeld lieber wenn ich den Deppen/Mistkübel für alle spielen würde.

Ich finde das Thema extrem schwierig – immer noch. Und das obwohl ich mich mit dem Thema schon seit Jahren beschäftige. Was mir bei einer Übung wieder mal bewusst geworden ist, ich habe meine Oma-Themen immer noch nicht gelöst. Sonst würden mir momentan nicht so viele Frauen unterkommen die „Omi´n“.

Das eigene Verhalten anpassen an das Team. Die sozialen Spielchen mitspielen um nicht ausgegrenzt zu sein – mittlerweile kenne ich diese Spielchen ja zumindest. Immer das Gefühl zu haben meine Persönlichkeit verteidigen zu müssen – Omi hat mir ja eine eigenständische Persönlichkeit überhaupt abgesprochen. Ich hatte so zu sein, wie sie es mir gesagt hat. Das Thema, ich versuche zwar alles an den Menschen zu tolerieren, umgekehrt wird mir das aber nicht zugestanden. Ein einfaches Nein, wird nicht akzeptiert, es wird auch immer eine Rechtfertigung verlangt. Das alles erinnert mich so sehr an meine Großmutter.

Und weil die Frauen im Büro mir ständig das Gefühl geben anders/falsch zu sein habe ich schon hin und wieder Zweifel ob ich vielleicht falsch liege. Und dann gehe ich mal wieder auf ein Persönlichkeitsseminar und schon treffe ich auf Menschen die ganz ähnliche Probleme mit ihren Mitmenschen haben. Eine Frau die in etwa dort steht wo ich vor einem Jahr war – Probleme mit den Mitarbeitern – und eine andere die in sehr vielen Dingen ganz gleich tickt wie ich und daher auch immer wieder Probleme mit ihrem Umfeld hat. Ihr Problem, sie hat das Gefühl dass sie immer mehr vereinsamt, da die wenigsten Menschen bereit sind ihre Grenzen zu akzeptieren. Dafür hat sie vor kurzem gelernt, wie sie alleine ganz gut klar kommt.

Bin schon gespannt was da morgen noch so kommt….

Und danach bin ich froh, wenn ich zeitlang mal Ruhe von Fortbildung habe!

© Libellchen, 2018

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