Pferde und Porzellan

Am Freitag war unsere NÖ-Card mal wieder im Einsatz. Zuerst ging es in die Wiener Innenstadt zur spanischen Hofreitschule. Dort sahen wir uns die Morgenarbeit an. Zwei Stunden mit den Lippizaner-Hengsten. Das war nicht nur schön anzusehen, sondern auch sehr lehrreich! Wir wissen jetzt, dass Pferde aus der Vogelperspektive ganz schön dick aussehen. Wir sassen im zweiten Stock und hatten einen schönen Überblick. Zwei der Pferde sahen für uns eher träge und schwanger aus. Wir erfuhren dann aber dass da gar keine schwangeren Pferde dabei sein können, da die Stuten mit den Fohlen am Gestüt in Piber sind und in Wien nur die Hengste die Menschen unterhalten.

Die Morgenarbeit dauert zwei Stunden und wird begleitet von Walzermusik. Dabei werden vier Mal die Pferde gewechselt. Alle werden eine halbe Stunde bewegt. Was genau gemacht wird, entscheidet der Reiter je nach Tagesverfassung der Pferde. In der ersten Runde konnten wir sehen wie ein Lippizaner – ohne Reiter – auf den Hinterpferden geht. Das machte mir gleich Lust auf mehr. Bei der zweiten Runde konnten wir eine Lehrlings-Reiter beobachten. Der wurde durch einen Reitlehrer angelernt der im besten nasalen Wienerisch Anweisungen gab. Sein „noch amoil“ lies uns gleich an Peter Alexander-Filme denken! Und das ganze in dem schönen Wiener Prunkbau. Die dritte Runde war eher unaufregend, dafür kamen im letzten Durchgang die jungen Wilden! Jung-Hengst in allen möglichen Graustufen – die weißen Lippizaner werden dunkel geborgen und werden erst weiß wenn sie ausgewachsen sind. Die jungen Wilden waren natürlich noch nicht so brav und folgsam. Was sie uns gleich symphatisch machte!

Was wir sonst noch lernten. Es gibt auch braune Lippizaner in der Hofreitschule. Laut einer alten Geschichte bringen braune Lippizaner Glück und derzeit gibt es drei in der spanischen Hofreitschule. Und ich fand den braunen Lippizaner total toll. Die stolze edle Kopfhaltung war schon sehr ansprechend.

Ausserdem wissen wir jetzt dass jeder Reiter fünf bis sieben Pferde täglich zu bewegen hat. Deshalb gibt es eigenes Personal für die Stallarbeit.

Es war ein wirklich tolles Erlebnis!

Danach gingen wir in den Augarten. Ich kannte den Augarten nur vom Hören-Sagen und musste feststellen dass ich nicht die Einzige war. Auch Aretha war noch nie dort gewesen. Als erstes verspeisten wir unsere Jause – wir waren wieder bei dem tollen Bäcker gewesen – auf einer Parkbank und überlegten ob es doch noch regnen würde, oder nicht. Es regnete nicht. Wir hatten mal wieder Glück gehabt. Wobei wir die nächste Stunde sowieso im Porzellanmuseum verbrachten.

Dort folgten wir der Porzellangeschichte durch die Zeit. Das Wiener Porzellan hat 300-jähriges Jubliäum und die Ausstellung umfasst auch den gesammten Zeitraum. Wir hatten zwar keine Ahnung dass es eine Jubliäumsausstellung ist, schön langsam gewöhnen wir uns aber daran dass wir bei unserer Auswahl immer großes Glück haben!

Zusätzlich zur Ausstellung gibt es natürlich auch noch einen Shop, wo man Porzellan kaufen kann – wenn man ein entsprechenes Budget zur Verfügung hat! Die Porzellan-Lippizaner waren ja wirklich sehr schön aber auch mehr als zwei Monatsgehälter teuer.

In einem Zelt vor dem Gebäube gab es auch noch ein Flohmarkt-Zelt. Dort gab es dann tatsächlich erschwingliches Porzellan. Gekauft haben wir aber nichts. Da es immer noch nicht regnete, beschlossen wir noch den Augarten zu erkunden. Wir schlenderten durch die Parkanlage und überlegten unsere nächsten Ausflüge.

Und so waren wir mal wieder den ganzen Tag in Wien unterwegs und haben uns Neues angeschaut. War mal wieder ein sehr toller Tag!

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© Libellchen, 2018

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