Gelassenheit und Zuversicht

Ein Jahr bin ich jetzt schon fast bei meiner neuen Dienststelle. Immer noch nicht versetzt, immer noch in Schwebe, aber ich halte jetzt schon ein Jahr – für meine Verhältnisse – überaus gelassen durch. Andere – die einen fixen Arbeitsplatz haben – sind da weit unrunder.

Wobei ich ja auch einen habe, nur halt nicht bei der neuen Dienststelle. Zumindest noch nicht. Das ganze Ministerium steht. Niemand wird versetzt, es ist also kein Einzelschicksal.

Ich weiß auch immer noch nicht, ob ich bleiben werde wo ich bin. Nicht wegen mir – mir würde es schon gefallen – sondern wegen dem Schicksal. Ich bin mir sicher dass ich zur Zeit am richtigen Ort bin. Alleine wie ich den Job bekommen habe – durch einen Umweg – gibt mir das Gefühl dass es so sein soll. Zumindest jetzt… Aber ob ich auch in Zukunft hier sein werde, kann ich derzeit einfach nicht abschätzen. Da sich die Versetzung aber nun mal zieht, weiß ich nicht ob das nur Zufall ist oder einen Grund hat.

Um meinen letzten Job habe ich mit sehr viel Energie und Engagement gekämpft und mich dabei fast selbst aufgerieben. Letztendlich gab ich dann aber doch auf und ging. Jetzt lasse ich mich eher treiben. Kann es gar nicht abschätzen was mein Lebensweg so für mich geplant hat, aber ich fühle mich nicht wirklich unwohl dabei.

Vielleicht auch weil mal wieder drei Monate gesichert sind. Der Sommer ist geklärt. Bis Ende August habe ich mal wieder meine Ruhe. Eigentlich ist es mir ja egal in welchem Zustand ich dort arbeite wo ich bin, aber meine alte Dienststelle nervt ein wenig. Die wollen einfach nicht verstehen, dass es seit zwei Jahren keinerlei Versetzungen gibt und hunderte Bedienstete in dem selben Status sind wie ich. Alle drei Monate kommt mich mein Ex-Chef besuchen und fragt mich wie es mit meiner Versetzung aussieht. Woher soll ich das wissen? Ich weiß genauso viel wie alle anderen auch. Wir warten alle nur darauf dass es endlich los geht. Dass endlich irgendwo angefangen wird….

Dieses Mal hat er es jetzt endlich geschafft mit meinem neuen Abteilungsleiter Rücksprache zu halten. Keine Ahnung was der im gesagt hat. Wahrscheinlich etwas in der Art wie „Wir hätten sie schon längst zuversetzt, wenn es Versetzungen derzeit gäbe….“. Sie haben auf jeden Fall schneidig reingeschrieben, dass sie nochmal der Verlängerung zustimmen, dass ich aber ehestbaldig versetzt werden sollte, da sie den Arbeitsplatz brauchen. Also ich schätze sie wollen mich nicht mehr zurück! Finde ich gut! Ich will dort auch nicht mehr hin….

Wo auch immer es mich hintreiben wird, nächste Woche lege ich mal die Prüfung zur Projektmanagerin ab. Das kann ja, egal wo, nicht schaden!

© Libellchen, 2018

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