Mach doch dreimal die Woche…

Ach immer diese Menschen die nie genug von Sport kriegen können…

Mein lieber Kollege ist ein Sportler durch und durch. Ich glaube der macht jeden Tag irgendetwas. Laufen, Trainings abhalten, Sportveranstaltungen abhalten, an Trailruns teilnehmen, Marathon laufen,… Im Fitnessstudio gibt es auch ein paar davon. Egal wann ich trainieren gehe, die sind immer dort.

Ich schaffe es locker zweimal die Woche. Mittlerweile ist es locker! Als ich angefangen habe, musste ich mich zum zweiten Mal zwingen. Da machte es mir noch keinen Spaß. Mittlerweile fehlt mir was wenn ich es nicht zweimal schaffe. Zur „Not“ gehe ich am Wochenende, gemütlich nach Müsli und Kaffee und zum Mittagessen bin ich wieder zu Hause. Was ja auch gut ist, da das Training Hunger macht.

Dazu kommen noch die Ausflüge, Veranstaltungen, 40-Stunden Arbeitswoche und da ich Single bin muss ich mich auch um alles andere alleine kümmern. Ich will mich aber nicht beklagen, mir geht es gut. Und ich fühle mich wohl mit meinen zwei Trainingseinheiten die Woche.

Und doch meinen manche Menschen mich darauf aufmerksam machen zu müssen, dass wenn ich nicht mindestens dreimal die Woche trainiere, ich nichts erreichen werde. Und ich frage mich „Was genau will ich leicht erreichen, was ich mit zweimal nicht schaffe…..“ Offenbar wissen die Menschen das, ich hab sie aber nicht gefragt. Es interessiert mich nämlich einfach nicht, was sie glauben warum ich trainiere…. Ich weiß warum ich es tue. Ich weiß, dass es mir gut tut. Ich bin aber definitiv nicht bereit mich zu einem dritten Training zu stressen. Wenn es passt, dann gehe ich schon auch mal dreimal die Woche. Aber nicht um etwas zu erreichen. Sondern weil ich Urlaub habe und Zeit. Und weil es mir guttut.

Diese Woche könnte es sich vielleicht mal wieder ausgehen, aber nur wenn wir nicht am Sonntag einen Ausflug machen. Und wenn wir einen Ausflug machen, dann geht der vor. Da habe ich meine Priorität definitiv bei dem sozialen Kontakt mit meiner Freundin und dem erleben der Natur oder einer Ausstellung. Ins Fitnessstudio kann ich immer. Bei Schlechtwetter, am Wochenende, unter der Woche. Mit meiner Freundin kann ich nur dann etwas unternehmen wenn wir beide Zeit haben. Sollte ich die Hardcore Sportler mal fragen ob sie noch ein Leben abseits vom Sport haben? Bei meinem Kollegen weiß ich es. Der hat eine Freundin. Das ist sein einziges „Hobby“ neben dem Sport.

Da bin ich halt schon sehr viel breiter aufgestellt. Hätte ich mir früher auch nicht gedacht. Es gab ja auch mal in meinem Leben eine Zeit wo ich eigentlich keine Hobbies hatte, ausser lesen. Und schon gar keinen Sport! Mit Bewegung habe ich ja erst vor sieben Jahren angefangen, mit dem Fitnesstraining erst vor drei Jahren. Und es hat mir nicht geschadet! Im Gegenteil. Mir gefällt es. Ich bin fitter und besser gelaunt. Hänge nicht mehr nur zu Hause rum um bemitleide mich selbst. Aber wie oft ich mir meine Endorphine beim Sport abhole, entscheide ich auch in Zukunft jede Woche ganz individuell, je nachdem was sonst noch alles am Plan steht.

© Libellchen, 2018

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