Habsburgs verkaufte Töchter – Thea Leitner

Dass die Kinder der Habsburger beliebte Tauschmittel für Frieden waren, ist ja bekannt. Wie extrem das teilweise gehandhabt wurde, war mir allerdings nicht ganz klar. So wurde zum Beispiel eine einjährige bereits einem ungeborenem Kind versprochen – in der Hoffnung dass es ein Junge wird. Die handelnden Parteien hatten Glück, die Kinder hatten sowieso nichts zu sagen.

Zwölf, dreizehnjährige Mädchen wurden verschachert an wen es halt gerade ging. Wenn es ein alter Kaiser war, dann hatte sie halt Pech. Das diese Ehen nicht glücklich waren, war mir klar, doch dass die Königinnen, Kaiserinnen oder Fürstinnen oftmals am eigenen Hof ein mieses Leben hatten, weil die Mätressen ihrer Männer ihnen das Leben zur Hölle machten, setzte dem ganzen irgendwie noch den Deckel auf.

Als ich ein Kind war, wäre ich gerne Prinzessin gewesen. Wenn ich das so lese, dann bin ich froh dass ich keine geworden bin…Künstlich dumm gehaltene Gebärmaschinen waren die Prinzessinnen. Nur in Ausnahmefällen hatten sie Zugang zu Bildung. Das haben sie auch immer genutzt.

Ich finde das Buch nicht nur total interessant, sondern auch erschreckend. Das Frauen früher nichts wert waren, war mir schon klar. Dass die miese Behandlung von Frauen auch nicht vor den Herrscherhäusern halt gemacht hat, war mir so nicht klar. Das Buch erinnert mich sehr an die fiktive Geschichten bei Game of Thrones. Offenbar ist der Teil gar nicht so fiktiv….

Das einzig aufbauende an dem Buch ist, dass ich damals nicht gelebt habe!

© Libellchen, 2018

2 Kommentare zu “Habsburgs verkaufte Töchter – Thea Leitner

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