Das Aschenputtel-Prinzip – Saam Faradji

Ich hab angefangen meinen Bücherlesestapel „abzuarbeiten“. Die ca. 8.000 Seiten „Das Lied von Eis und Feuer“ ist erledigt, jetzt kommt wieder ein wenig Abwechslung auf mich zu!

Angefangen mit einem Ratgeber zum Thema Selbstliebe und Lebensfreude. Vieles darin kannte ich schon, manches lebe ich sogar! Doch wie immer, habe ich auch darin etwas gefunden was ich ausprobieren will. Und etwas dass ich schon lange weiß, aber nie wirklich gelebt habe, werde ich jetzt auch mal angehen. Mein Kollege wird sich freuen, der ist diesbezüglich auch immer sehr streng mit mir!

Endlich umsetzen: Wenn mir ein Blödsinn passiert oder ich etwas übersehe, habe ich keine Hemmungen mich selbst zu schimpfen „Man bin ich blöd!“ Ich meine das nicht so, fühle mich auch gar nicht schlecht dabei, doch man sollte es halt nicht tun. Sprache schafft Realität! Irgendwo wird die negative Haltung zu einem selbst doch gespeichert und in einem anderen Fall suche ich dann vielleicht die Schuld bei mir „Weil ich halt so blöd bin“.

Erkenntniss: Nach dem Buch wurde ich bestätigt, dass es ganz normal ist, bei meiner Erziehung, kein Selbstwertgefühl in der Kindheit entwickeln zu können! Mir war das schon klar, dass ich da einen großen Mangel habe und arbeite auch schon sehr lange daran, doch meine letzten zwei Ex-Freunde haben mir wieder gezeigt, ich verkaufe mich immer noch unter wert! Ich habe mich auf Männer eingelassen die mich weder zu schätzen wussten, noch mir eine gewisse Priorität in ihrem Leben zugewiesen hätten. Klar, ich war verliebt. Weil das was sie mir gegeben haben, für mich schon sehr viel war – weil mein Niveau diesbezüglich halt auch sehr niedrig war/ist.

Ich habe dann auch noch ein wenig zum Thema Selbstwert recherchiert und eine „Anleitung“ im Internet gefunden wie man sein Selbstwertgefühl stärken kann und auch da habe ich gemerkt, ich bin auf dem richtigen Weg. Lebe jetzt schon das eine oder andere, bei anderen Dinge tue ich mir noch schwer. Zum Beispiel

„Nehmen sie Komplimente mit Freude an“ – ist mir immer noch unangenehm! „Besänftigen sie den inneren Kritiker“ – ja, der ist immer noch sehr laut!
„Pflegen sie Kontakte zu Menschen, die mit ihrer positiven Haltung anstecken!“ – Daran arbeite ich auch, nur kann man sich seine Mitmenschen halt nur bedingt aussuchen

Und der wahrscheinlich wichtigste Punkt!

„Wappnen Sie sich für kritische Situationen“ – Definieren sie für sich eine Grenze die keiner überschreiten kann und legen sie sich Worte für diese Situation zurecht. Das werde ich mal sicherheitshalber machen!

Idee: Das Buch hat mich auch auf die Idee gebracht, mir „kleine“, zwischenmenschliche Ziele zu setzen. Für mich waren Ziele immer groß und weit entfernt und eher materieller Art. Zum Beispiel meine Eigentumswohnung, finanzielle Unabhängigkeit im Job, etc. Durch das Buch kam ich aber auf Idee mir so Ziele zu setzen wie:

„Ich möchte besser auf Abwälzungsversuche im Büro reagieren können, so dass ich mich danach auch gut fühle.“ – Ich kann es zwar, aber nicht ohne schlechtes Gewissen

„Ich möchte negative Schwingungen von meinen Mitmenschen, in meine Richtung, leichter wegstecken können.“ – Ich kann nicht ändern dass ich sensibel bin, aber sehr wohl ob ich es mir zu Herzen nehme

„Ich möchte meinen Selbstwert so weit stärken, dass ich nur mehr eine Beziehung eingehe, die mir gut tut“. – Man kann sich auch sehr gut mit anderen Menschen selbst verletzen

Womit ich mir (noch?) schwerer tue, da gibt es eine Übung, da soll man Gedanken auf ihre Nützlichkeit prüfen und sollte er nicht nützlich sein, soll man die Bewertung rausnehmen und den Gedanken als Beschreibung formulieren…. Da kommt in meinem Kopf wieder nur ein Wort „Was?“

Gut fand ich die müssen/möchte Übung – man transformiere ein müssen zu einem wollen (Ich habe die Übung gemacht, zwei Stunden nachdem Mrs. Wichtig mich ausgelacht hat bezüglich Hilfe beim Geschenk):

Ich muss mein Kollegen ertragen
weil ich keine Wahl habe

Ich habe keine Wahl
weil ich Geld verdienen muss

Ich muss Geld verdienen
weil ich mir schöne Dinge (Kunst, Kultur, Bücher,…) leisten will

Ich will mir schöne Dinge leisten
weil ich mein Leben genießen will

Und das Ergebnis:

Ich möchte meine Kollegen ertragen
weil ich mein Leben genießen will

Ist jetzt nicht gerade eine neue Erkentnis, aber es fühlt sich irgendwie gut an wenn man es so bildlich abarbeitet!

Also ich finde für 144 Seiten hat das Buch ganz schön viel hergegeben für mich!

© Libellchen, 2018

 

 

4 Kommentare zu “Das Aschenputtel-Prinzip – Saam Faradji

  1. Klingt nach einem der spannenderen Ratgeber! Aber zum Intro: Schaust du Got auch? Ich bin erst beim dritten Buch – bin neugierig, wie sehr die Story noch auseinander läuft.

    • Hey. Ja ich lese und schau ;-). Die Serie geht auf jeden Fall weiter als die Bücher! Und es gibt auch inhaltliche Unterschiede, aber nichts was „weh tut“! Viel Spaß noch mit Westeros!

  2. Pingback: Überfall | Libellchen

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