Persönliche Entwicklung

Als ich noch ein Kind war, haben mir meine Großeltern vorgelebt, dass man so ist wie man ist, dass man nichts neues lernen muss und sich nicht verändern muss. Der Lieblingsspruch meines Opas war „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.“ Gewürze waren daher eher Mangelware. Meinen ersten Knoblauch zum Beispiel, habe ich so erst gekostet als ich ausgezogen war. Doch nicht nur bei der Ernährung war das so. In allen Dingen hielt er sich daran. Neues ist Teufelszeug, da wollen wir gar nicht anstreifen.

Ich bin also mit dem Wissen groß geworden, dass man sich nicht verändern muss. Ich als Kind musste zwar in der Schule lernen, aber nach der Schule hätte ich es dann hinter mir. Lebenslanges lernen war kein geläufiger Begriff zu Hause. Als ich ausgezogen war, habe ich mich dann aber doch verändert, weil ich es wollte. Und als ich dort angekommen war, wo ich mich wohl fühlte, habe ich einfach aufgehört. Ich habe keine Veranlassung mehr gesehen mich weiter zu entwickeln.

Irgendwann kam der süße Typ, wirbelte mein Leben durcheinander und im Zuge des Scherben zusammenklaubens, habe ich mich noch mal verändert. Doch als ich damit wieder fertig war, war es auch wieder gut… Dienstlich hatte ich kein Problem mit einer Weiterentwicklung, aber persönlich? Ich bin ja gut so wie ich bin, brauche ich mich nicht mehr entwickeln.

Also schickte mir das Universum den nächsten der mich aus der Umlaufbahn warf und ich landete bei TaoWin. Und dort war schon auch das Thema, sieh doch die Entwicklung positiv. Bleib neugierig und entwickel dich weiter und dann kommen vielleicht nicht mehr so viele negative Antreiber von aussen. Und ich war richtig trotzig an dem Abend. Ich wollte mich nicht mehr entwickeln. Ich finde mich doch gut! Sollen sich doch mal alle anderen entwickeln! Wieso immer ich. Ist es nicht schon schön langsam genug?

Und dann postete eine liebe Bekannte „Der Baum höhrt nie auf zu wachsen. Der bleibt nicht einfach stehen, wenn er meint es ist genug. Der wächst immer weiter.“ Klar ich bin kein Baum, trotzdem fühlte ich mich angesprochen. Ich habe mich ja auch immer entwickelt, auch wenn ich vermeintlich Stillstand, doch immer nur aus einer Not heraus. Ich war nie der große Ausprobierer von Neuem. Wenn ich mich wohl fühle, kann ich auch ganz gut mit Alltagstrott leben. Stört mich nicht. Im Gegenteil. Ich liebe meine Wohlfühlzone!

Und da schliesst sich der Kreis zu etwas, was ich auf einem Seminar gelernt habe. Damals habe ich es allerdings nur auf mein berufliches Ich bezogen. Ausserhalb der Wohlfühlzone befindet sich die Wachstumszone. Wenn man sich nie aus der Wohlfühlzone hinaus bewegt, wächst man auch nicht. Beruflich war mir das klar, doch privat wollte ich ja gar nicht mehr wachsen. Meine Grosis hatten mir das zu sehr eingetrichtert und ich habe das bisher nie hinterfragt!

Wenn ich also davon ausgehe, dass man immer weiter wächst, entweder weil man neugierig bleibt und neues ausprobiert oder indem man von aussen dazu gezwungen wird, dann wähle ich Option 1! Und deshalb werde ich heuer neues ausprobieren, neue Orte erkunden, neue Menschen kennen lernen und immer weiter wachsen!

Achja, im Jänner teste ich jetzt einen LTE WLAN-Router und im Februar habe ich einen Holistic Pulsing Termin ausgemacht. Jeden Monat werde ich mir jetzt etwas Neues zum Ausprobieren suchen!

© Libellchen, 2018

Ein Kommentar zu “Persönliche Entwicklung

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