Zweifel an Entscheidungen

In meinen zwei Depri-Tagen war ja wie gesagt alles schwer.

Als ich ins neue Jahr herüber gerutscht bin habe ich beschlossen, dass wird heuer mein Jahr. Es hat nur sehr holprig angefangen….

Finanziell ist es so, kaum tut sich eine Ersparnis auf, wird das Geld wo anders gebraucht. Im Moment fühle ich mich wieder wie mit zwanzig. Jeder Cent wird umgedreht und ich überlege dauernd „Brauche ich das wirklich oder kann ich mir das Geld sparen?“ Das ist nicht schön und ich hatte eigentlich gehofft diese Phase überwunden zu haben.

Und wenn man nicht gerade in einer Depri-Phase festhängt, dann sieht man ja auch die Vorteile. Natürlich ging es mir zwanzig gleich, aber auf ganz anderem Niveau! Versiffte Wohnungs-WG, kein Auto, kein Masseur, kein Fitnessstudio, keine neuen Klamotten, kein Laptop, kein Handy,….

Heute habe ich zwar hohe Fixkosten, aber dafür gehört die Wohnung ja hoffentlich mal mir! Und es ist meine große Wohnung. Meine Höhle. Mein Wohlfühlort.

Da ich aber in den zwei Tagen nicht so klar denken konnte, habe ich die Entscheidungen des letzten Jahres in Zweifel gezogen. Hätte ich vielleicht doch nicht den Job wechseln sollen? Habe ich es aus den falschen Gründen getan? Wegen einem Kerl der mich stehen gelassen hat, als er mich nicht mehr brauchte? Habe ich mein Leben verpfuscht?

Ich habe angefangen zu überlegen, wann ich die falsche Entscheidung in meinem Leben getroffen habe…

Doch mir ist nichts eingefallen. Ich habe immer getan wo ich davon ausgegangen bin, dass es für mich das Beste ist. Der letzte Jobwechsel war ja vor allem wegen Mr. Wichtig, der Personalvertretung und meinen Mitarbeitern. Ich wollte mich damit nicht mehr jeden Tag auseinandersetzen müssen. Und ja, der Planer-Ex hat mir zugeraten den Schritt des Jobwechsel zu wagen. Aber ich habe es nicht wegen ihm getan, sondern für mich! Ich habe es nicht mehr ertragen und war es leid jeden Tag den Ärger mit nach Hause zu nehmen.

Ich bin dann alle mögliche Entscheidungen durchgegangen und ich bin auch rückblickend mit allen zufrieden. Ja, ich hänge immer noch in der Luft. Ja, ich weiß immer noch nicht wie es weiter geht. Nein, der Zustand gefällt mir nicht. Doch wenn ich nicht gerade meine Tage habe, dann kann ich damit recht gut leben. Ich denke ich sollte mir eher überlegen was ich mit den zwei Tagen anstellen soll. Je besser es mir nämlich geht, desto tiefer ist der Fall in diesen zwei Tagen!

Mein Kollege hat mich auf eine Idee gebracht. Da mich das ganze im Winter noch mehr mitnimmt als der Sommer, meinte er, ich solle doch vielleicht bei der Blutabnahme auch meinen Vitamin D-Wert ermitteln lassen. Mal schauen, vielleicht kann ich ja mit Vitaminen meine Hormone in Schach halten…

Und dann fiel mir noch ein Spruch ein

„Bevor das Leben in den nächst höheren Gang schaltet, holpert es immer ein wenig“ (Autor ist mir leider unbekannt)

© Libellchen, 2018

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