Behalte deine Negativität!

Schön langsam lerne ich mich abzugrenzen! Wird ja auch schon Zeit!

Meine Worst-Case Freundin hat mal wieder zugeschlagen und mir erklärt, dass ich ja ein total mieses Händchen bei Männern habe. Ich ersuchte sie ihre Aussage zu ändern. Auf ich „hatte“. Ich will das Thema nicht mehr negativ sehen und will auch nicht dass sie es mir wieder einredet!

Das passte ihr dann nicht wirklich. Sie erklärte mir, dass sie nicht verstehe warum ich mich so verändert habe. Als wir uns vor 13 Jahren kennen gelernt haben, war ich so eine starke, taffe Frau!

Ach und was bin ich wohl heute für sie?

Natürlich weiß ich was sie meint. Sie vermisst meine Mauer. Die hatte ich vor 13 Jahren noch. Ja, ich wirkte damals hart und taff und war auch zutiefst einsam, unglücklich und depressiv. Die Fassade hielt, bis sie ein paar Jahre später einbrach.

Ich habe einen Weg gefunden mich von dem ganzen Scheiß den mir meine Großeltern eingeredet hatten zu befreien, ich habe einen Weg gefunden wie ich glücklich und zufrieden sein kann – bzw. relativ rasch wieder dort hinkomme nach Rückschlägen -, ich habe mittlerweile mein Selbstwertgefühl entdeckt und hege und pflege es, ich kann mittlerweile alleine glücklich sein, weiß was mich glücklich macht, genieße mein Leben und fühle mich wohl in meiner Haut.

Und ja, ich habe Gefühle und stehe mittlerweile dazu. Und ich habe es satt, immer alles negativ zu sehen. Klar dass sie damit ein Problem hat. Und wenn sie stört dass ich mir zu viele Gedanken mache, dann nur deshalb weil ich ihr etwas spiegle dass sie offenbar selber stört. Sie grübelt den ganzen Tag darüber nach ob und wann sie nun endgültig wirklich krank werden wird… Ich sehe mein Leben gerade eher locker. Aber ich grenze mich gegen ihre Negativität ab. Habe ja mittlerweile auch gelernt wie es geht.

Ich mag nicht taff sein – war ich aber auch eigentlich nie. Nach allem was ich durchgestanden habe, nach den unzähligen Malen die ich immer wieder aufgestanden bin, nachdem ich am Boden liegend getreten worden bin (im übertragenen Sinn), bin ich heute aber weit stärker als vor 13 Jahren!

Es hätte eine Zeit gegeben, wo sie mich mit dieser Aussage verletzen hätte können. Mittlerweile stehe ich da aber drüber. Mir ist egal was sie von meinem Weg hält. Ich fühle mich wohl in meiner Haut und ob er anderen gefällt oder nicht, ist nicht mein Problem. Im Gegenteil. Sie ist gerade mein wandelndes negatives Beispiel. Wenn ich sehe wie sie in ihrer Negativität verhaftet ist, bin ich sehr froh dass wir heute doch eher weit auseinander sind bei unserem Verhalten. Sie ist dort wo wir vor 13 Jahren waren, ich habe mich weiterentwickelt. Und wenn sie nicht irgendwann mal die Selbstreflektion für sich entdeckt, werden wir uns auch nicht mehr näher kommen….

© Libellchen, 2017

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s