Wohnbaufirma

Ich hab gerade echt die Schnauze voll. Vor drei Jahren sind wir eingezogen und jetzt kam die Abrechnung vom Land, ein Notariatstermin und -kosten, sowie Anwaltskosten. Unsere Baufirma ist da recht schmissig. Da ein Erlagschein, dort ein Termin und zum Abschluss müssen wir dann auch noch den Anwalt zahlen, wo keiner weiß, wie viel das sein wird….

Als erstes war da der Erlagschein, wo sich in mir alles einkrampfte. Nicht wegen der Höhe sondern wegen dem Text „Nachzahlung -€195,87“ Was bitte ist eine Minusnachzahlung? Eine Gutschrift, oder? Nein, natürlich nicht. Sie wollen schon Geld von mir. Für die Formulierung hätte ich in der HAK einen Fünfer bekommen, aber da darf man offenbar heutzutage nicht mehr so kleinlich sein….

Dann haben wir einen Kaufvertrag für die Wohnung und Parkplatz und einen Wohnungseigentumsvertrag für die gesamte Liegenschaft. Den Wohnungseigentumsvertrag muss als erstes die Wohnung 1/1 unterschreiben, erst dann können wir anderen 39 Parteien in den Vertrag eintreten. Wohnung 1/1 hat dafür ca. drei Wochen Zeit. Die anderen 39 Parteien haben dann genau 9 Tage bei dem Lieblingsnotar der Baufirma, der nur von 8 Uhr 30 bis 16 Uhr verfügbar ist, zu unterschreiben. Was der kostet können wir uns maximal von vor drei Jahren raussuchen. Damals kostete seine Unterschrift – ich habe ihn nicht mal gesehen – € 160,–.

Also haben wir einen anderen Notar bemüht, der um einiges günstiger ist. Da war die Terminfindung nicht ganz so einfach… Wir haben schließlich nur ein Fenster von 9 Tagen und lauter berufstätige Nachbarn… Wobei sich da nicht alle angeschlossen haben, nur ein Teil der Nachbarn.

Tja, und wenn wir es schaffen alles fristgerecht zu erledigen, dann bekommen wir noch die Anwaltsrechnung. Und das alles in der Vorweihnachtszeit. Schätze mal die Weihnachtsgeschenke werden heuer eher klein ausfallen…..

Was mich daran im Moment konkret stört. Die machen drei Jahre irgendetwas, sagen nichts dazu und irgendwann knallt dass bei uns auf den Tisch und alle müssen sich richten. Vielleicht ist das normal in der Branche, ich kann damit aber nicht allzu gut umgehen. Ich bin es nicht gewohnt, dass man mit mir anschafft… Und ich plane meine Ausgaben gerne selber! Vor allem jetzt, wo es sowieso dauernd knapp ist! Auch diese neun Tage nerven. Als ich das telefonisch bei der Dame anmerkte, meinte sie nur, dass sei schließlich mein Problem, ich wolle ja ins Grundbuch, nicht sie. Ganz ehrlich Kundenorientierung schaut für mich schon anders aus! Das ist überhaupt das Problem was ich mit der Firma habe. Die haben ein Konstrukt geschaffen, dass wir in vielen Dingen an sie gebunden sind und deshalb springen sie immer total schnippisch mit uns um. Ich würde denen echt wünschen dass sie mal unternehmerisch denken müssten, dann würden wir Kunden auch anders behandelt werden!

Tja, erstmal ist das nicht in Sicht. Andererseits ist nach dem nächsten Punkt, wenn wir ihn denn endlich abgehandelt haben, hoffentlich nicht mehr allzu viel Bedarf mit ihnen zu kommunizieren! Also mit der Baufirma, die Schwesterfirma ist nach wie vor unsere Hausverwaltung….. Mit denen werden wir uns wohl noch länger abärgern müssen.

© Libellchen, 2017

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