Unnahbarer Vernehmungsbeamter

Gem. den Prophezeiungen von Clestine gibt es vier Kontroll-Dramen. Auf der Aktiven Seite den „Einschüchterer“ und den „Vernehmungsbeamten“ und auf der Passiven Seite das „arme Ich“ und den/die „Unnahbare“. Einschüchterer schaffen arme Ichs, Vernehmungsbeamte schaffen Unnahbare und umgekehrt….

Normalerweise setzt man sich bei all dem mit seinen Eltern auseinander. In meinem Fall, sind es sogar vier Personen die ich betrachtet habe. Eltern und Großeltern. Meine Eltern waren für mich klassische Unnahbare und ich bin ein echt guter Vernehmungsbeamter geworden! Mein Großvater war aber besser als Vernehmungsbeamter, weshalb ich bei ihm irgendwann dann wirklich die Unnahbare gegeben habe. Irgendwann mal wollte ich mich nicht mehr wegen allem von ihm „niedermachen“ lassen. Er lebte (energetisch) davon mich klein zu halten. Nichts war jemals gut genug.

Ein Einser im Zeugnis? – Gab es keinen römischen Einser? Oder ein Eins+?

Du bist alleine und hast dein Leben im Griff? – Warum hast du keinen Partner? Was stimmt nicht mit dir?

Du verdienst gutes Geld? – Wieso verdienst du nicht mehr?

Omi wiederum spielte auf einer großen Klavitatur! Der Klassiker das arme Ich. Sie lebte davon eine Märtyrerin sein zu können. Auch wenn sie dir etwas aufs Aug drückte dass du gar nicht wolltest, hattest du dich vor ihr auf die Knie zu werfen und ihre Großzügigkeit zu preisen. Hast du das nicht getan, hatte sie wieder einen Grund zu leiden. Die Undankbarkeit der Welt und vor allem ihrem nahen Umfeld. Nie konnte sie es einem recht machen!!!

Hin und wieder gab sie auch die Unnahmbare. Für mich war sie sowieso total unnahbar. Sie war immer da, aber dadurch dass sie ständig log, war sie doch immer meilenweit entfernt. Sie war nicht authentisch. Heute ist mir das klar, damals hatte ich nur einfach keinen Zugang zu ihr.

Und wenn das alles nichts half – vor allem als ich älter wurde – nahm sie sich an Opi ein Beispiel und wurde zum Vernehmungsbeamten. Nicht nur einmal fühlte ich mich von den beiden in die Ecke gedrängt. Da wurde alles aus einem rausgequetscht. Privatsphäre wird aber auch wirklich überbewertet….

Und ja, ich kann auch alles spielen…. Das arme Ich ist der Klassiker wenn es nicht so läuft wie ich wil. Dann sitze ich schmollend in der Ecke und bemitleide mich selbst. Mittlerweile hält sich das zwar in Grenzen, aber lange Zeit war das arme Ich mein ständiger Begleiter…

Auch die Unnahbare kann ich ganz gut. Ich brauchte recht lange um Menschen überhaupt an mich ran zu lassen und jeden lasse ich auch heute noch nicht ran. Aber wenn mein Bauchgefühl heutzutage positiv anspringt, dann mache ich auch gleich auf. Das war früher undenkbar. Auch die passiv-aggressive Seite kommt mittlerweile fast nicht mehr zum Einsatz. Hin und wieder vielleicht ein wenig schnippisch, aber klassisches „ich strafe dich mit Missachtung“ gibt es kaum mehr. Menschen die ich nicht mag, gehe ich zwar aus dem Weg, aber bei Menschen die mir wichtig sind, kommuniziere ich mittlerweile wenn mich etwas stört und hoffe nicht, dass sie draufkommen, dass ich nicht mit ihnen rede!

Tja, den Vernehmungsbeamten habe ich wirklich gut drauf. Das hängt aber auch damit zusammen, dass ich überhaupt viel hinterfrage. Und wenn mir dann jemand eine Information vorhält und keine Quelle dazu nennen kann, dann kann es schon mal sein, dass ihm meine Folgefragen nicht gefallen. Mir hat auch eine ehemalige Freundin mal gesagt, dass sie nicht mit mir diskutieren will, weil sie gegen mich keine Chance hat. Mein Ansatz damals, wenn du keine Argumente hast, solltest du auch keine Diskussion anzetteln….Fairerweise muss man sagen, sie hat mich damals sehr massiv angegriffen und ich habe mich verteidigt. Ich denke dass würde ich heute vielleicht auch nicht anders machen. Wenn mir jemand den ich mag, Dinge unterstellt die ich anders sehe, würde ich wahrscheinlich genauso diskutieren… Obwohl. Die Menschen die ich mag, tun so etwas eigentlich nicht….

Tja, die Dramen habe ich also ganz gut drauf. Auch wenn sie bei weitem nicht mehr so ausgeprägt sind, wie noch vor ein paar Jahren… Der Einschüchterer ist nur nichts für mich. Aktiv jemand bedroht oder eingeschüchtert habe ich noch nie. Dazu bin ich viel zu harmoniesüchtig!

Doch das war nur das einleitende Geplänkel, danach wurde es erst richtig interessant!

© Libellchen, 2017

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