Lücke

Wenn man einen Menschen in das eigene Leben und Herz lässt und er oder sie irgendwann verschwinden, dann hinterlassen sie eine Lücke. Eine unförmige, individuelle Lücke. Diese Lücke kann niemand anderer ausfüllen, einfach weil sie zu individuell ist. Wenn eine lustige Freundin plötzlich verschwindet, wird man niemand finden, der genau denselben Humor hat. Es wird niemand anderer diese Lücke ausfüllen können….

Diese Lücke schmerzt natürlich, doch ob man es will oder nicht, sie ist da. Die Lücke im Herzen kennt jeder. Und jeder hat seinen eigenen Weg mit Kummer umzugehen. Was mich aber noch viel mehr belastet, sind die Kleinigkeiten im Alltag, die plötzlich anders sind. Wenn man sich daran gewöhnt hat Dinge gemeinsam zu machen und plötzlich muss man es wieder alleine machen, auch wenn man das gar nicht will…..Diese vielen Kleinigkeiten machen mir das Leben unleidlich….

Was nicht hilft ist heulen und mit dem Leben hadern – ganz ohne geht es aber auch nicht. Der Schmerz will schließlich irgendwie raus. Was auch nicht hilft ist Ersatz suchen, siehe oben. Was kurzfristig hilft ist Ablenkung. Arbeit zum Beispiel. Aber das ist keine Lösung. Was also tun?

Eh klar. Zuschütten! Als erstes muss man diese verdammte Lücke zuschütten bevor man jemand die Gelegenheit geben sollte, daneben gleich das nächste Loch aufzureissen! Aber wie schüttet man so eine Lücke zu? Mit positiven Erlebnissen. Die eigene Mitte wiederfinden und beginnen das Leben wieder zu geniessen! Aufhören darauf zu warten, dass derjenige der die Lücke hinterlassen hat wieder zurück kommt. Er oder sie hat sie aufgerissen, nur wir selber können sie schließen.

Gehen wir es an!

© Libellchen, 2017

4 Kommentare zu “Lücke

  1. das problem habe ich auch. hab ich gerade. finde es auch schwer, diesen menschen zu vergessen. die lücke zu schließen. geschweige denn, den schmerz nicht zu spüren… ich kann nicht vergessen… aber was ich viel schlimmer, schmerzvoller finde, ist die hoffnung, die bleibt, dass dieser eine mensch doch noch zurück kommt und die lücke selbst wieder schließt.

    • Ich hoffe du findest einen Weg für dich, wie du damit umgehst!

      Es geht auch gar nicht ums vergessen, Erinnerungen tun aber erfahrungsgemäß weniger weh, wenn sie länger her sind… Also weniger in Erinnerungen schwelgen, weniger auf etwas hoffen, was passiert oder auch nicht, sondern versuchen im hier und jetzt so viele positive Momente als möglich zu schaffen. Ich weiß, dass ist sehr schwer. Ich beherrsche das auch noch nicht so, wie ich gerne würde, aber ich arbeite daran.

      Ich kann niemand zurück holen, ich kann nur versuchen weiter zu machen….

  2. Also ich hab den Zustand jetzt seit eineinhalb Monaten – auf der einen Seite ist da schon noch die Hoffnung, dass es einen Neubeginn geben könnte – auf der anderen Seite auch das Wissen – in meinem Fall – dass es sicher für mich in Summe besser ist, wenn er sich nie wieder meldet – und ich ihn endlich so gut es geht vergessen kann.

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