Notfall-Notfall-Plan

Eigentlich plane ich ja nicht mehr. Oder zumindest fast nicht mehr. Früher hatte ich immer einen Plan und fünf Notfallpläne. Den ganzen Tag war ich nur am denken was alles schief gehen könnte und was ich dann tun könnte. Man hat das viel Energie gekostet! Mittlerweile vertraue ich darauf dass ich alles schaffen kann und daher keinen Detailplan mehr brauche. In etwa die Richtung reicht mir vollkommen. Ein Schritt nach dem anderen erledigt den Rest. Und jetzt wo ich es eigentlich gar nicht mehr so brauche, jetzt kommt es von außen!

Zumindest im Job. Ich habe ja bereits ein Angebot und auch ein Schriftstück wo drinsteht, dass ich ab 1. Juni wo anders meiner Arbeit nachgehe. Und dort haben sie für mich – ungefragt – einen Interims-Arbeitsplatz, einen Zielarbeitsplatz und sogar einen Notfallarbeitsplatz geschaffen. Und sollten wir wirklich heuer noch wählen und der neue Organisationsplan dadurch nicht kommen, brauche ich den Notfallarbeitsplatz auch. Wobei er sich für mich nicht wirklich wie ein Notfallarbeitsplatz anfühlt. Mir würde er genauso gut gefallen wie der Zielarbeitsplatz.

Doch damit nicht genug. Die ersten bei denen ich mich gemeldet hatte, haben sich jetzt auch bei mir gemeldet. Sie hätten jetzt vielleicht auch einen Arbeitsplatz für mich. Also habe ich mir am Freitag freigenommen und bin hingefahren. Inhaltlich wäre es sicher machbar. Das wichtigste zuerst – auch dort hätte ich keine Mitarbeiter. Die Bezahlung wäre die selbe, nur müsste ich dort Öffis nutzen und zahlen. Von der Aufgabe her klingt es wirklich nach meinem Notfall-Arbeitplatz. Also mein Traumberuf wäre es nicht, aber eigentlich bin ich da recht schmerzfrei. Ob ich in Excel-Listen krame oder in Gesetzen, ist jetzt für mich nicht so groß der Unterschied. Hauptsache ich muss nicht zurück zu meiner jetzigen Dienststelle!

Schau ma mal. Ich habe ihnen gesagt dass ich bereits eine anderweitige Verwendung habe. Er hat mich gebeten ihm bis Ende Juni Bescheid zu geben wie es mir dort gefällt. Sollte ich zufrieden sein, dann sieht er sich nach jemand anderen um. War auf jeden Fall ein interessanter Ausflug. Und es war nun schon das dritte Gespräch wo ich wie eine erwachsene Frau behandelt worden bin und nicht wie ein Lehrling im ersten Lehrjahr. Ein Wahnsinn welchen Unterschied das auf mein Gemüt macht!

© Libellchen, 2017

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