Das Leben rast dahin…

… und steht doch still. So schnell sich Dinge in manchen Bereichen meines Lebens auch bewegen, in anderen steht alles still. Und wenn die Dynamik in manchen Dingen zunimmt, merkt man erst so richtig, wie statisch andere Dinge sind! Es gab mal eine Zeit da war mein Alltag vorgezeichnet. Im Moment ist er das nicht. Im Büro bin ich von meiner Hauptaufgabe freigestellt und arbeite nur mehr in einem Projekt. Ich bin nicht mehr zuständig für die Befindlichkeiten meiner Mitarbeiter und es geht mir auch überhaupt nicht ab. Doch durch das Projekt, bin ich auch nicht mehr so gefangen in der Welt der Sekretariatszeiten und Spätdienste. Ob ich am Donnerstag oder Freitag bis 16 Uhr im Büro bleibe, hängt nicht mehr davon ab ob Margits Katze mal wieder in die Tierklinik muss oder der Hund ihrer Eltern Zahnschmerzen hat! Ich kann kommen und gehen wie ich will! Herrlich das Gefühl nicht mehr den eigenen Zeitplan nach den Haustieren von irgendwelchen Leuten richten zu müssen!

Diese Woche fiel mir das wieder mal auf und das obwohl ich nur zwei Tage im Büro war. Montag und Dienstag lag ich nämlich kränklich zu Hause. Normalerweise wäre ich arbeiten gegangen obwohl ich lieber liegen geblieben wäre, doch so wie es derzeit steht habe ich beschlossen mich nicht zu quälen! Und so kümmerte ich mich um mich selber, während PK sich um das Projekt kümmerte. Am Mittwoch gaben wir dann gemeinsam richtig Gas und am Donnerstag war er dann krank und ich hielt die Stellung. Freitag hatte ich dann ein paar Stunden geopfert und mir frei genommen – wie so ziemlich alle bei uns!

Während ich also lernte meine persönlichen Gefühle über mein Pflichtbewusstsein zu stellen, bekam ich eine Nachricht von meiner potenziellen zukünftigen Dienststelle. Sie hatten den Antrag auf Personalaushilfe rausgeschickt. Sie würden mich am liebsten ab Anfang Mai schon bei sich begrüßen! Am Mittwoch erfuhr ich dann dass der Personalvertreter der ausnahmsweise mal für mich, statt gegen mich arbeitete, offensichtlich schon mit dem Dienststellenleiter gesprochen habe, welcher auch ein Einsehen habe! Er würde mir keine Steine in den Weg legen. Bleibt noch mein Chef. Der ist ja immer noch davon überzeugt meinen Abgang verhindern zu können!

Am Donnerstag kam dann schon der Auftrag zur Stellungnahme. Bis 26. April hat meine Dienststelle nun Zeit sich einig zu werden. Wollen sie mich erstmal zwingen zu bleiben oder lassen sie mich in Frieden gehen und versuchen einen Aufschub um ein Monat hinzubekommen. Wenn sie gescheit sind, wählen sie den friedlichen, einvernehmlichen Weg. Doch ich glaube nicht das mein Chef versteht, was er für Optionen hat. Wenn er nämlich versucht mich zu halten, könnte es ihm passieren, dass er mich wirklich mit Ende April verliert. Was für die Dienststelle ganz sicher nicht gut ist! Intelligenter wäre wenn er versucht noch ein Monat rauszuholen. Dagegen hat sicher niemand etwas und die neue Dienststelle rechnet auch noch nicht wirklich mit Mai mit mir. Obwohl mir meine Freundin schon gesagt hat, dass sie schon alles für meine Ankunft vorbereitet habe!

Wie auch immer. Beruflich bewegt sich derzeit sehr viel bei mir! Und das gibt mir gerade auch sehr viel Kraft. Wenn ich daran denke dass ich all die Menschen die mich letzten 13 Jahren so viel geärgert, mich angegriffen und mir so viel Energie gekostet haben, nicht mehr sehen muss, durchströmt mich ein Glücksgefühl sondergleichen! Ich kann es kaum erwarten da raus zu kommen! Und es ist definitiv nur mehr eine Frage der Zeit! Ich spüre dass sich alles in Wohlgefallen auflösen wird. Zumindest beruflich stehen mir also tolle Zeiten bevor!

© Libellchen, 2017

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