Ziele

Im Zuge meiner Grübelei und dem Thema aufgeben, habe ich auch viel über meine Ziele nachgedacht. Da gab es ja dieses Baby von mir, woran ich auch wirklich geglaubt habe/daran glaube. Ich glaube an die Sinnhaftigkeit und die Möglichkeit der Umsetzung. Aber eigentlich wurde ich zu diesem Baby „geschubst“. Ich bin nicht aufgestanden und habe gesagt, „das, genau das“ will ich erreichen. Irgendwie wurde es in den zweieinhalb Jahren der Planung zu meinem Baby. Einfach weil ich es kreativ gestalten durfte!

Aber mein Ziel war anfangs nicht, dass ich mich dann auch später darum kümmern will. Das kam dann erst im Zuge der Bearbeitung und weil mir auch mein Chef immer signalisierte, das ist mein nächster Karrieresprung! Und ehrlich gesagt wahrscheinlich auch der letzte, wenn ich nicht noch studiere… Meine gläserne Decke ist schon sehr nahe…Und mein Chef und Förderer der letzten zwölf Jahre, geht bald in Pension. Und ich denke er wollte mich noch versorgt wissen. Als Dank für meine Loyalität ihm gegenüber.

Total lieb und fürsorglich von ihm. Und es entsprach genau meinem ICH vor zwölf Jahren. Da war mein Ziel definitiv Karriere machen!!! Doch dann kam die Krise vor sechs Jahren und da begannen sich meine Prioritäten zu verschieben. Ich wollte nicht mehr nur arbeiten und über meine Grenzen gehen. Ich wollte glücklich werden. Mein Leben genießen und mich nicht mehr nur in der Arbeit aufreiben.

Vor dem Hearing haben mich zwei Frauen gewarnt, mich aufreiben zu lassen. Eine hat mir sogar gesagt, sie würde mir nicht die Daumen halten, dass ich den Job bekomme, weil sie nicht sicher ist, ob es das Beste für mich ist! Und ich habe genau verstanden was sie damit gemeint hat. Ich war mir auch nicht sicher. Und ich legte die Entscheidung in die Hand des Universums – welches mir die Entscheidung postwendend retournierte! Und so verbrachte ich, mal wieder, ein emotionales Wochenende auf der Suche nach einer Lösung. Wie ich nämlich das aufgeben vor mir selbst rechtfertigen kann! Ich konnte doch nicht einfach mein Ziel aus den Augen verlieren! Das widerspricht absolut meiner Überzeugung.

Am Sonntag machte ich dann einen Ausflug in meine alte Heimat und bei der Autofahrt fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen. Das war eigentlich gar nicht mein Ziel! Ich war da irgendwie reingerutscht und in meiner Zielorientiertheit, bin ich einfach immer weiter voran geschritten. Aber mein eigentliches Ziel war ganz ein anderes!!! Und während ich so überlegte, kam ich auch noch darauf, dass auch Mitarbeiterführung nie mein Ziel gewesen ist. Beim neuen Job, hätte ich noch mehr Leute gehabt als beim Alten. Und die paar die ich jetzt habe, treiben mich schon oftmals an den Rand meiner Belastbarkeitsgrenze.

In meiner Ausbildung habe ich gelernt, dass ein Chef – Experte, Coach, Leader und Manager – sein sollte. Experte – definitiv. Manager – auch eher. Aber Coach und Leader? War nie mein Ziel. Vielleicht sollte ich mir lieber einen Job suchen wo ich in einem stillen Kämmerlein über etlichen Excel-Listen brüte….

Ich denke es ist an der Zeit mal MEINE Ziele – beruflich wie privat – klar zu definieren! Vielleicht tue ich mir dann auch leichter mit der Zielerreichung!

© Libellchen, 2017

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