Was bisher geschah – Team

Mal abgesehen was rund um die berufliche Zukunft läuft, habe ich versucht gelerntes bzw. Tipps aus dem Coaching, in meinem eigenen Team umzusetzen. Dazu habe ich eine Teambesprechung einberufen und mich ordentlich darauf vorbereitet. Ich habe erklärt warum ich das mache, ohne die Info dass dies aus dem Führungskräfteseminar ist, und habe losgelegt. Dabei habe ich nach der Begrüssung gleich mal mit den Regeln begonnen, was bei Daniela gleich mal zu Unmut geführt hat. Da ich auf das Handyverbot hingewiesen habe. Sie hatte es nämlich mit. Sie müsse für ihre Tochter erreichbar sein. Als ich fragte ob etwas anstünde – Krankheit, etc. – meinte sie nur, sie habe es immer mit und könne ja nicht drei Stunden nicht erreichbar sein. Argument eins, zog natürlich nicht, schließlich war dies die erste Besprechung, was hieß da immer…. Mit Argument zwei konnte ich schon eher leben, was ich ihr auch sagte. Ich ersuchte sie aber wirklich nur bei der Tochter ranzugehen. Daraufhin war sie gleich mal unrund und zeigte dies auch überdeutlich. Ach Gott, sie ist mir so ähnlich. So war ich auch mal vor zwanzig Jahren….

Ausserdem ersuchte ich Detailfragen nicht in diesem Rahmen zu klären, sondern im Nachgang unter vier Augen um die anderen nicht zu langweilen. Meine Mitarbeiter haben ja total unterschiedliche Aufgabengebiete, was auch der Grund war, warum ich noch nie eine allgemeine Besprechung abgehalten hatte… Doch diesmal gab es genug Infos und so konnte ich genug erzählen. Wie gesagt war Daniela gleich total unrund und es dauerte auch sicher 10 Minuten bis sie begann wirklich zuzuhören. Kurt war überraschenderweise total interessiert und rügte Daniela sogar als sie mit Detailfragen anfing…. Er machte sie darauf aufmerksam, dass ich darum gebeten hatte diese im Nachgang zu klären. Das machte mich kurzfristig sprachlos.

Margit schluckte den Wegfall ihres Arbeitsplatzes total entspannt, Barbara wurde unrund als ihr bewusst wurde, dass sie sich würde bewerben müssen. Silvia zeigte das erste Mal Interesse an der Servicestelle und wir führten im Anschluss auch noch ein total wichtiges Gespräch über ihre mögliche Zukunft. Elke war natürlich ein wenig trotzig, wie immer. Sie hat das grösste Problem mit Veränderung. Sie würde am liebsten jedes Jahr einen höherwertigen Arbeitsplatz bekommen, aber immer dasselbe tun. Sie ist ein wandelndes Beamtenklischee. Ausserdem ist ihr bester Freund einer meiner Mitbewerber auf den Job. Und sie will sicher lieber für ihn, als für mich arbeiten.

Alles in allem war es aber gut. Ich zumindest fühlte mich danach richtig gut. Warum auch immer. Leicht war es nicht gerade. Aber zumindest Kurt und Silvia konnte ich offensichtlich abholen. Und auch Margit ist seitdem weit fleissiger… Sehr komisch!

Anfang März gibt es die nächste Teambesprechung. Dafür habe ich meinen Mitarbeitern mal den Auftrag gegeben sich zu überlegen, was sie von mir als Chef eigentlich so erwarten würden. Meine Erwartungen an sie, habe ich ihnen nämlich auch schon mitgeteilt. Die sind natürlich auch nicht auf volle Zustimmung getroffen, aber was solls….

© Libellchen, 2017

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