Was bisher geschah – Job

Puh, ein heftiger Brocken was da heuer schon auf mich eingeprasselt ist. Momentan geht es bei unserer Reorganisation um die Besetzung der Arbeitsplätze und die Hackeln fliegen extrem tief zur Zeit. Ich bin mal wieder ein beliebtes Opfer, vor allem für die Personalvertretung. Ich bin ja der wahnwitzigen Ansicht, dass Bundesbedienstete wenigstens ein Mindestmaß an Leistung erbringen sollten, schließlich sollen die Steuergelder nicht verschwendet werden. Das führt natürlich zu Unmut. Genauso wie die Tatsache, dass ich nicht verhehle was ich von unserer Personalvertretung halte. Nicht falsch verstehen, die Institution Personalvertretung finde ich super, nur die bei uns handelnden Personen halt nicht….

Und so haben sie schon vor drei Monaten verlautbart, dass sie alles tun werden um mich zu auf meinem „Wunscharbeitsplatz“ zu verhindern. Dabei wäre der Arbeitsplatz kein Geschenk. Würde ich den Arbeitsplatz bekommen, würde das bedeuten, dass ich mir die nächsten zwei Jahre den A… aufreissen muss um alles so einzurichten dass es richtig läuft – grob geschätzt. Seit drei Monaten wollen sie mich also verhindern. Vor einem Monat wurde der Arbeitsplatz dann mal ausgeschrieben. Und ja, ich habe mich beworben. Für mich eine Selbstverständlichkeit. Ich habe das Ungetüm geplant, jetzt muss ich auch bereit sein es durchzuziehen und zu zeigen dass es auch funktionieren kann. Finanziell würde der Arbeitsplatz bei weitem nicht so viel bringen, wie ich an Mehrarbeit erben würde. Aber nur planen und nicht durchziehen ist halt nicht meine Lebensphilosphie.

Bekomme ich den Arbeitsplatz nicht, kann ich aber den behalten den ich jetzt habe – mit ein wenig weniger Verantwortung und ein paar Leuten weniger, ums selbe Geld wie jetzt. Es ist jetzt also nicht so, dass ich den Wunscharbeitsplatz unbedingt wollen würde, ich meine irgendwie schon, aber ich hätte auch eine gute Alternative…. Die Verhinderungsaktionen sind also weit ambitionierter als meine Bewerbung. Und sie sind wirklich sehr ambitioniert. Die Hackeln fliegen derzeit von unterschiedlichsten Seiten und ich bin mir nicht sicher wo der Zufall aufhört und ein großer Plan dahintersteckt… Manche Zufälle, kommen mir schon sehr seltsam vor, andere Angriffe sind entweder wirklich ein blöder Zeitpunkt, oder ich bin Opfer einer riesigen Verschwörung. Fakt ist, derzeit weiß man nie, was in den nächsten Minuten wieder kommt. Und mein Chef ist schon mordssauer – ich bin eher genervt. Wobei ich manche Menschen zur Zeit schon sehr ungern sehe. Margit ist witzigerweise die Beste Unterstützung die es gibt! So viel gearbeitet wie heuer, hat die Frau in den letzten 10 Jahren nicht…. Dabei weiß sie schon dass ich keinen Arbeitsplatz für sie habe in Zukunft… Offensichtlich will sie mich beerben, sollte ich nicht meinen jetzigen Arbeitsplatz nicht selbst brauchen…..

Bei der Bewerbung habe ich natürlich Mitbewerber. Zwei von den drei sind Personalvertreter derselben Partei, die den Vorsitzenden stellt, der mich auf dem Kiker hat. Zufall? Keine Ahnung. Vielleicht will er mich auch nur verhindern, weil er mich nicht mag oder ich eine Frau bin. Oder er will einen seiner Freunde unterbringen. Wäre nicht das erste Mal. Vor 10 Jahren hatten wir das schon mal. Damals war er mein Mitbewerber und sein Freund und damaliger Vorsitzende der Personalvertretung wollte mich verhindern. Und so widerholt sich die Geschichte mal wieder…. Wobei ich kein Problem damit hätte, wenn jemand besser geeignet wäre für den Arbeitsplatz als ich, aber fachliche Fakten sind nicht der Punkt. Da werden Kleinigkeiten aufgebauscht und wiedergekaut die nichts mit dem Arbeitsplatz zu tun haben. Ich freue mich schon fast auf das Hearing Ende Februar….

Wobei es diesmal wirklich heftig zugeht und nicht nur bei mir. Auch bei anderen motivierten Mitarbeitern knickt die Motivation ein. Momentan läuft vieles, was nicht unbedingt gut für das Unternehmen ist. Zumindest meiner Meinung nach. Zu viele Befindlichkeiten und politischen Motive sind die Grundlage für Entscheidungen. Ich wäre ja eher für Fachkenntnisse, Engagement und Vorkenntnisse. Aber was weiß ich schon. Bei mir wird die Entscheidung wahrscheinlich noch auf sich warten lassen. Mein Chef macht sich schon richtig Sorgen um mich. Heuer hat er das erste Mal beim Mitarbeitergespräch gefragt wie es mir mit der Situation geht. Und er gab mir Tipps wie ich mich von dem ganzen Schrott abgrenzen kann. Weiß ich zwar alles, fand ich aber trotzdem lieb von ihm! Ich hab ihm auf jeden Fall gesagt, dass ich nichts mehr ausarbeiten werde, so lange ich den Arbeitsplatz nicht sicher habe. Ich habe nicht vor, jetzt bis Herbst weiterzuarbeiten, alles vorzubereiten und dann setzen sie jemand anderen auf den Arbeitsplatz und er arbeitet dann mit meinen Unterlagen. Wenn dann sollen sie gleich nein sagen, dann soll bitte schön auch der zukünftige Chef, alles was jetzt ansteht, gleich umsetzen!

Für den wird es sicher auch lustig, wenn ich dann seine Stellvertretung bin. So als motivierter Verlierer, werde ich die Stellvertreterrolle sicherlich gebührend umsetzen. Habe ja jetzt 10 Jahre bei Margit beobachten können, wie man die Rolle richtig anlegt…..

Es wird auf jeden Fall ein spannendes berufliches Jahr heuer….

© Libellchen, 2017

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