Recherche in eigener Sache

Rückblickend sehen wir ja vieles ganz anders, als in der Situation selbst. Als ich zu schreiben begann, ging es darum meinen Liebeskummer zu verarbeiten und vielleicht auch herauszufinden, was passiert war. Wo alles begann schief zu laufen.

Vor ein paar Jahren – zwei oder drei – las ich mir alles mal wieder durch. Ich war viel schlauer, hatte vieles im Nachhinein noch klären können und konnte sagen, ich hätte es kommen sehen müssen! Aber so einfach ist es ja leider nie. Damals war ich immer noch ein wenig traurig. Liebe allein ist nicht genug – diese Lektion nagte immer noch an mir.

Da sich jetzt schon wieder ein verheirateter Mann in mein Leben schummeln will/schummelt, habe ich beschlossen mir meine eigene Geschichte zu Herzen zu nehmen. Und so nahm ich mir die Geschichte des süßen Typen zur Hand.

Und was soll ich sagen. Ich war entsetzt wie viel ich mir hab gefallen lassen! Was ich ihm immer wieder alles verziehen habe. Wie oft er mich enttäuscht hatte, immer wieder verschwunden war und mich mit meinen Fragen einfach alleine gelassen hatte.

An den Schmerz konnte ich mich noch erinnern, genauso wie an die schönen Momente, doch das dazwischen hatte ich so nicht mehr in Erinnerung. Aber ich glaube mir da schon. Schließlich war ich, als ich das geschrieben habe, weit näher dran als heute!

Tja. Der süße Typ weiß davon natürlich nichts. Er spürt allerdings die Auswirkungen. Er hat ja über all die Jahre nie aufgehört mit mir zu flirten. Es stand immer irgendwann im Raum – vielleicht irgendwann mal… Doch darauf habe ich keine Lust mehr und entsprechend abweisend bin ich neuerdings. Gefällt ihm zwar gar nicht. Ist mir aber auch wurscht! Mir hat lange Zeit auch vieles nicht gefallen und es hatte keinerlei Auswirkung auf sein Handeln.

Tja, was ich mit dem neuen Typen anstellen soll, weiß ich immer noch nicht. Die Lektüre hat mir nur klargemacht, dass er 180 Grad anders ist als der süße Typ – was mein Dilemma nicht kleiner macht. Die Ausgangsbasis ist nämlich dieselbe. Und auf die habe ich heute noch weniger Lust als vor 10 Jahren……

© Libellchen, 2016

5 Kommentare zu “Recherche in eigener Sache

  1. Ohgottohgott, hoffentlich redest du dir nicht gerade einen verheirateten Mann schön? Ich finde, bei einem verheirateten Mann kann man niemals gewinnen. Selbst wenn er sich am Ende für dich entscheidet, bleibt die Angst, dass er dich am Ende genauso abserviert. Habe deine alten Berichte gelesen und du scheinst nicht nur auf eine Abenteuer aus zu sein (denn nur dafür eigenen sich m. E. verheiratete Männer [und manchmal nicht mal dafür, weil sie oft auch noch schlechte Liebhaber sind], für die muss man abgebrüht sein).

    Denk an das Buch! 😉

    LG Carrie

    • Ich weiß gerade nicht, warum du bei diesem Beitrag darauf kommst, dass ich mir irgend etwas schön rede… 😉 Ich bin ganz deiner Meinung. In so einer Situation kann man einfach nicht gewinnen. Vor allem, wenn man, wie du richtig erkannt hast, nicht nur auf Abenteuer aus ist….

      Du wirst aber wahrscheinlich noch ein wenig dein Köpchen schütteln müssen in nächster Zeit…

      Sorry 🙂

      LG

  2. Mmmh, vielleicht habe ich auch etwas falsch verstanden. Ich dachte wegen dem Satz, dass der Neue um 180 Grad anders ist, als der süße Typ…. Aber ich halt mich nun raus 😉 Und Kopfschütteln hält gelenkig 😀

    LG Carrie

    • Vom Typ her ist er anders, das stimmt. Die Situation ist aber natürlich die selbe – auf die ich echt keinen Bock habe! Und ich habe natürlich auch das Buch nicht vergessen…. Auf jeden Fall bleibt es noch ein wenig spannend! Versprochen 🙂
      LG

      • Sehr schön, ich freue mich 🙂 Und ich drücke dir natürlich irre feste die Daumen, dass auch irgendwann mal der richtige Prinz kommt. Das vereinfacht vieles 😉 Ganz liebe Grüße Carrie

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