Ausflug nach Ungarn

Den letzten Freitag habe ich dann mal mit einem Arztbesuch in Ungarn begonnen. Natürlich habe ich brav meinen neuen Pass eingesteckt und hab mich auf den Weg gemacht. Zwei neue Füllungen und eine Mundhygiene erwarteten mich. Doch in Ungarn angekommen, wartete erstmal ich. Mein Zahnarzt ließ mich warten. Nach einer halben Stunde ging es dann aber doch los.

Zuerst bekam ich mal wieder zwei Spritzen und dann legte er los. Die alte Füllung raus und die neue rein. In Wien dauert das 10 Minuten in Ungarn eine halbe Stunde! Eine halbe Stunde werkte er an einer Füllung. Klar eine lichtgehärtete Kunststofffüllung dauert nun mal länger als die giftige Amalgamfüllung die ich in Österreich immer bekomme! Vor allem bei so tiefen Füllungen wie meinen. Da muss er eine Schicht nach der anderen härten, bevor er die nächste auftragen kann. Und als er damit fertig war, begann das schleifen. Ich glaube mein Zahnarzt ist ein Perfektionist. 10 Mal ließ er mich auf ein Plättchen beißen und 10 Mal schleifte er nach, bevor er endlich zufrieden war.

Die Mundhygiene war auch nicht weniger aufwendig. Dauer ebenfalls eine halbe Stunde. Alles in allem habe ich also eine halbe Stunde gewartet und lag dann 1 ½ Stunden am Stuhl. Blöd nur, dass ich in der Parkgarage nur zwei Stunden gratis parken kann…. Ich brauchte also Forint. Also ging es nach dem Zahnarztbesuch zum Bankomat. Dort behob ich den kleinsten möglichen Betrag – 5.000 Forint. Bei der Parkgarage angekommen sah ich sofort das nächste Problem. Der Automat nahm nur Scheine bis maximal 2.000 Forint. Also ging ich shoppen. Ungarisch Wurst und Käse und als Nachspeise eine Nuss-Schnecke. Und weil ich nun mal nicht so bin und weil ich auch ein schlechtes Gewissen hatte weil ich so lange brauchte, nahm ich Margit auch eine Nuss-Schnecke mit.

Am Rückweg kam ich dann natürlich auch an den wieder eingeführten Grenzkontrollen vorbei. Alle Busse und Klein-LKW´s werden rausgewunken, die PKW dürfen einfach durchfahren. Zumindest hatte ich so nicht noch einen zusätzlichen Zeitverlust. Am Nachmittag holte ich dann den Vormittag auf und versuchte mich an meinem ersten Soll-Prozess aufgrund der Vorgabe von Donnerstag. Und scheiterte kläglich. Ich hab definitiv ein Ebenenproblem. Entweder setze ich so hoch an, dass gar nichts rauskommt, oder ich bin zu tief im Mikromanagement. Blöderweise habe ich nicht ewig Zeit die richtige Ebene zu finden. Aber wird schon werden. Wurde ja noch immer!

Als Abschluss für den doch recht stressigen Tag gönnte ich mir dann auch noch eine Therapiestunde. Am Abend fiel ich dann wie ein Stein ins Bett und schlief fast 10 Stunden durch! Das war wirklich eine anstrengende Woche, obwohl ich nicht viel im Büro war. Doch jeden Tag in der Früh ins Büro und am Nachmittag heim, schafft mich bei weitem nicht so, als jeden Tag was anderes…

© Libellchen, 2015

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