Wenn die Vergangenheit wieder auftaucht…

Vor ein paar Monaten hatte ich mal einen Termin bei einer anderen Dienststelle. Ich traf mich mit einem Bekannten, doch der verwies mich gleich mal an seine Mitarbeiterin. Diese begrüßte mich wie eine längst verschollene Freundin. Und tatsächlich hatte ich sie bereits vor Jahren kennen gelernt. Auf einem Kurs vor 10 Jahren genauer gesagt. Wir hatten uns immer gut verstanden, auch wenn wir uns nicht wirklich anfreundeten damals. Im Gegensatz zu anderen Mädels, mit denen ich mich auch danach immer wieder mal traf und den Kontakt hielt. Wir tauschten bei diesem Treffen unsere dienstlichen Telefonnummern aus und das war es dann auch wieder.

Gestern dann kam ein Anruf von ihr – nennen wir sie einfach K. An meinem letzten Arbeitstag erreichte sie mich gerade noch im Büro. Ich beantwortete ihre dienstliche Frage und sagte ihr, dass sie Glück gehabt hatte, da ich ab heute 3 Wochen Urlaub habe. Sie selbst hat noch eine Arbeitswoche und dann Urlaub. Sie ist kurz nach mir dann wieder in Arbeit. Und warum auch immer – ist normalerweise gar nicht so meine Art – schlug ich vor, dass wir uns danach ja mal auf einen Kaffee treffen könnten. Sie freute sich sichtlich über die Frage und stimmte sofort zu.

Diese Episode alleine wäre jetzt noch nicht wirklich eine Blogbeitrag wert gewesen, doch die Geister der Vergangenheit waren gestern noch viel aktiver. Bei demselben Kurs vor 10 Jahren war da auch noch S. Mit ihr hatte ich mich damals wirklich angefreundet. Wir hatten den Kontakt sehr lange gehalten, waren öfter Essen oder auch in der Stadt unterwegs. Wir telefonierten, quatschten und verstanden uns wirklich gut. Doch dann kam das Leben dazwischen. Gerade als ich in meinem tiefsten Loch – nach dem süßen Typen – steckte, gründete sie eine Familie. Mann, Haus, Kinder. Drillinge um genau zu sein. Viel weiter hätten wir uns innerhalb von ein paar Monaten echt nicht auseinander entwickeln können. Und so brach der Kontakt einfach ab. Kein böses Wort, kein Streit, gar nichts. Jeder lebte einfach sein eigenes Leben.

Und genau sie meldete sich ebenfalls gestern. Die Drillinge sind mittlerweile 3 Jahre alt und sie geht wieder Teilzeit arbeiten. Gestern traf sie sich dann mit einem Kollegen, der für seine Schwägerin etwas für ihre Drillinge abholen wollte. Der Kontakt war über das Internet zustande gekommen. Und bei dem Treffen, kamen sie auch auf mich zu sprechen. Und so telefonierte ich gestern nicht nur mit K., sondern auch mit dem Kollegen und schließlich mit S. Und so spontan wie ich zurzeit offensichtlich bin, vereinbarten wir ein Treffen in meinem Urlaub. Ich schlug vor, ich könnte sie ja besuchen kommen. Und das werde ich morgen auch tun. Ich werde mich auf machen um die Drillinge kennen zu lernen und eine „alte“ Freundin wiederzusehen. Doch zuvor werde ich heute nach meiner Therapiestunde noch die SCS plündern. Brauche schließlich eine Kleinigkeit für die Kinder und vielleicht finde ich ja auch was für die Mutter!

© Libellchen, 2015

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