Wild Cards – herausgegeben von George R.R. Martin

Tja, da hätte ich das kleingedruckte wohl sorgfältiger lesen sollen! Ja, George R.R. Martin hat das Buch herausgegen. Aber nicht geschrieben! Nur ein wenig mitgewirkt mit gerade mal einem Kapitel! Was für eine Enttäuschung. Für alle denen George R.R. Martin nichts sagt, er hat die Sage „Das Lied von Eis und Feuer“ geschrieben, die Vorlage für die Serie „Game of Thrones“. Und ich liebe ihn, seit ich die ungefähr 7.000 Seiten in einem Sommer verschlungen habe.

Doch dieses Buch enttäuschte mich. Ich hatte auf Neues von ihm gehofft und bekam ein paar andere Autoren. Obwohl sie gute Arbeit geleistet hatten. Das Buch war spannend, witzig und kurzweilig. Optimal eigentlich für die Seelektüre. Und ganz ehrlich es hat auch zu meiner Entspannung beigetragen, aber das war es auch schon. Es wird einen Platz in meinem Bücherregal bekommen bei den Büchern, die ich einmal gelesen habe und gut ist es.

Dabei ist die Geschichte richtig spannend. Es geht um eine Welt wo es Asse und Joker gibt. Die sind wie Mutanten. Asse haben spezielle Kräfte, Joker sind nur „missgebildet“ – Menschen mit Tierköpfen, mehreren Armen,… Und natürlich gibt es eine Fernsehshow wo Asse gegeneinander in Teams antreten. Und natürlich gibt es auch Unruhen auf der Welt. Ein Kalif wird in Ägypten ermordet, woraufhin Unruhen ausbrechen und Menschen ermordet werden – Moslems gegen Joker. Und dann mischt sich ein rausgeflogenes Ass aus der Show (ein Blogger), der Stargast einer Herausforderung in der Show (Lohengrin das Deutsche-Super-Ass) und der Produktions-Assistent (der durch ein Juwel zu einer ägyptischen Halbgöttin wird) in die Unruhen ein und wollen Menschen retten.

Und tatsächlich retten sie ein paar. Und dann bekommen sie auch noch Hilfe. Und dann steht diese Einmischung plötzlich im Zentrum des Problems. Sind sie wirklich eine Hilfe oder doch nur Aggressoren. Und es stellt sich die alte Frage was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Terroristen und einem Freiheitskämpfer? Oftmals ja oft nur die Position an der man steht….Und was ist das eigentlich die ganze Zeit mit dem britischen Geheimdienst?

Fragen über Fragen, die auch alle beantwortet werden. Wenn man also nicht unbedingt auf einen Martin-Roman wartet, bekommt man eine nette, spannende Unterhaltung.

© Libellchen, 2015

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