Das Ende der To-Do-Liste

Ich habe gestern beim ausräumen meiner Handtasche meine To-Do-Liste gefunden und prompt entsorgt. Ich bin zwar noch nicht fertig, aber das bisschen das noch fehlt, habe ich im Kopf. Und vor allem werden die Punkte nur mehr weniger. Es kommen keine neuen dazu, von daher brauche ich meine Liste nicht mehr.

Ich habe echt vieles geschafft in den letzten Wochen/Monaten. Und ich habe kein einziges Mal Panik geschoben. Es gab eine Zeit in meinem Leben, da hätte ich das nicht so easy hinbekommen. Da hätte ich mich selbst so verrückt gemacht, was alles passieren könnte, dass ich ein Problem nach dem anderen gehabt hätte. Doch mittlerweile sehe ich das Leben ein wenig lockerer. Nicht alles was schief läuft, ist negativ. Manchmal muss man Umwege gehen um zur richten Zeit am richtigen Ort zu sein. Von daher versuche ich Rückschläge nicht gleich als schlechtes Zeichen zu sehen und so lösen sie sich meist auch von selbst – bzw. kommt von unerwarteter Seite Hilfe.

Hätte mir jemand vor 20 Jahren gesagt, dass ich mal so an die Dinge des Lebens rangehe, hätte ich ihn ausgelacht. Ich hätte wahrscheinlich gesagt „Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass alles gut ausgeht!“ Heute habe ich diese Zuversicht und halte mich trotzdem nicht für naiv. Heute weiß ich dass ich alles schaffen kann. Ich habe ein privates Umfeld, wo ich Hilfe bekomme wenn ich sie brauche und habe schon selbst einiges im Leben gelernt um eine Vielzahl an Problemen selbst lösen zu können. Und wenn ich mal wirklich anstehe, habe ich gelernt um Hilfe zu bitten bzw. angebotene Hilfe annehmen zu können. Alles keine Selbstverständlichkeit in meinem Leben.

Und ich habe aufgehört mir über ungelegte Eier Gedanken zu machen. Wenn ich ein Problem habe löse ich es, doch ich mache mir im Vorfeld nicht mehr wochenlang Gedanken was alles schief laufen könnte und wie ich das Problem, wenn es erstmal eingetreten ist, lösen kann. Das hat mich in der Vergangenheit sehr oft davon abgehalten, Dinge anzugehen, die ich eigentlich tun wollte. Ich habe mir schon im Vorhinein alles so schlecht geredet, dass ich es dann lieber gleich gelassen habe. Damals hätte ich diesen Neuanfang nicht geschafft. Ich hätte noch nicht mal den Vertrag unterschrieben. Und so wäre mir die pure Lebenslust entgangen, die ich heute empfinde, wenn ich in meiner neuen, hellen Wohnung sitze und die Sonne auf meinen Balkon scheint.

Ich werde mich da jetzt raussetzen, dann werde ich frühstücken und um 9 Uhr werde ich zum See rüber gehen und den heutigen Tag in der Sonne, bzw. im Wasser verbringen. Dazu ein gutes Buch und gute Musik im I-Pod. Das Leben kann so herrlich sein, wenn man lernt die schönen Momente zu genießen!

© Libellchen, 2014

2 Kommentare zu “Das Ende der To-Do-Liste

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