Teddy – Kapitel 15

Als Teddy gerade dabei war den Tisch zu decken, hörte sie die Autos näher kommen. Ihre Freunde kamen zurück und sie versprühten extrem gute Laune. Sie hatten sogar einen unbekannten Besucher dabei. Doch bevor sich Teddy nach ihm erkundigen konnte, fiel ihr Catasis um den Hals und fragte sie wo sie abgeblieben war. Und so erzählte Teddy erstmal von ihrer Woche. Ihren kleinen Testlauf, bezüglich die Realität mit ihren Gedanken zu verändern, behielt sie aber vorerst für sich. Sie wollte das erst noch ein wenig austesten, bevor sie jemanden davon erzählen wollte.

Als sie mit ihrer Erzählung geendet hatte, waren dann auch erstmal ihre Freunde dran. Catasis legte nur zu gern los. Sie erzählte ihr von Menschen, die sie getroffen hatten, von verlassenen Städten die von der Natur zurück erobert worden waren, von neuen Freunden, ja sogar von einer neuen Liebe. Romasek war gleich gar nicht mehr mit zurück gekommen. Er hatte sich unterwegs verliebt und war bei seiner neuen Liebe geblieben.

Dafür war nun Berasi ein Teil ihrer Gemeinschaft. Er würde in Romasek´s Haus einziehen und von nun an unter ihnen leben. Teddy war verwirrt. Sie hatte mit viel gerechnet, doch nicht das jemand einfach ihre Gemeinschaft verlassen könnte. Und auch nicht, dass jemand anderer einfach ein Haus übernehmen würde. Und doch war es geschehen. Das Leben ging oftmals schon sehr eigene, unvorhersehbare Wege. Teddy musterte ihren neuen Nachbarn erstmal ausgiebig. Er wirkte nett und offen. Aber er hatte so eine Art sie anzusehen, dass sie das Gefühl hatte, er würde direkt in ihre Seele sehen. Doch wenn es wirklich so war, gefiel ihm war er sah, denn er lächelte sie herzlich an. Er hatte eine total positive, warme Ausstrahlung. Teddy war sich sicher, dass er eine Bereicherung für ihre Gemeinschaft sein würde.

Doch auch wenn sich Teddy über den Neuzugang freute, so hätte sie sich über einen potentiellen Partner für sich selbst, noch mehr gefreut. Aber egal, der wird schon noch kommen. Dieser Gedanke, schoss ihr ganz spontan durch den Kopf. Und er fühlte sich richtig an. Die Sache mit Romasek bestärkte sie noch bei ihren Überlegungen. Das einzige im Leben das fix ist, ist das nichts fix ist. Das Leben verändert sich ständig, man muss nur bereit dafür sein. Teddy beschloss aus ihrem Trott auszubrechen und sich erstmal dem Neuzugang zu widmen.

Und so unterhielt sich Teddy ausführlich mit Berasi, während sich die anderen über das Abendessen hermachten. Und dabei stellte sie fest, dass er eine ganz andere Sichtweise über das Leben hatte, als sie selbst. Er zeigte ihr innerhalb kürzester Zeit, eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten auf. Er regte sie an, bestehendes Wissen zu hinterfragen. Er brach ihre geistigen Grenzen auf und zeigte ihr Möglichkeiten auf, auf die sie selbst nie gekommen wäre. Ihr Denken war dazu einfach zu begrenzt. Doch für ihn gab es keine Grenzen. Er war so ganz anders als sie selbst, doch sie verstand sich trotzdem ausgezeichnet mit ihm. Er würde ihr Leben auf jeden Fall bereichern.

© Libellchen, 2012

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